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Fertighaus-Anbieter in Kiel : Prozess gegen Ex-IBG-Chefs wurde erneut verschoben

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Ehemalige Geschäftsführer der Firma IBG hatten für Scheinrechnungen bei der Vermittlung von Versicherungen kassiert. Der Prozess wird frühestens im Herbst stattfinden.

Kiel | Der Prozess gegen zwei frühere Geschäftsführer des 2012 insolvent gegangene Fertighaus-Anbieters IBG startet frühestens im Herbst. Zuvor war er bereits einmal verschoben worden.

Die erneute Verschiebung sei erforderlich, „um eine ausreichende Vorbereitung des gesamten, sehr umfangreichen Prozessstoffes zu gewährleisten“, teilte das Landgericht Kiel am Montag mit. Zuletzt war der Auftakt in dem Prozess um Untreue zum 20. April angesetzt. Gespräche zwischen den Beteiligten über eine Beschränkung des Prozessstoffes hätten nicht zu einem einvernehmlichen Ergebnis geführt, gab das Landgericht an.

In dem komplexen Verfahren wurden zehn Anklagen erhoben. Außer den Ex-Geschäftsführern muss sich ein Steuerberater verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gewerbs- und bandenmäßige Untreue beziehungsweise Beihilfe dazu vor. Der Vermögensschaden beträgt rund 2,5 Millionen Euro. Die Männer sollen für Scheinrechnungen und über eine eigens gegründete Gesellschaft bei der Vermittlung von Versicherungen kassiert haben. Den Ex-Geschäftsführern werden 25 Fälle zur Last gelegt, dem Steuerberater 20.

Nach der Pleite, die 2012 bundesweit Aufsehen erregte, bestehen gegen Muttergesellschaft und Tochterunternehmen nunmehr nach Angaben des Insolvenzverwalters Ansprüche von 120 Millionen Euro. Unter 2.400 Gläubigern seien Hunderte geschädigte Bauherren, Handwerker und Lieferanten.

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erstellt am 04.Apr.2016 | 17:44 Uhr

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