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Tierrechtler Wollen Demonstrieren : Proteste gegen Zirkus geplant

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der „Circus Probst“ feiert am Sonnabend auch in Kiel Premiere. Schon jetzt rufen Tierrechtler im Internet zu Protest-Aktionen am Wilhelmplatz auf.

Der „Circus Probst“ gastiert vom Sonnabend, 9. August, bis Montag, 18. August, auf dem Wilhelmplatz in Kiel. Dabei werden auch weiße Löwen, Zebras und andere exotische Tiere auftreten. Die Vorbereitungen für den Aufbau des großen 1 200 Besucher fassenden Kuppelzeltes laufen bereits. Gestern wurden rund 200 Stahlanker zur Befestigung der Zeltanlagen eingeschlagen. Die Tierstallungen und Gehege werden am morgigen Freitag eingerichtet, teilte der Zirkus mit.

Wo Tiere im Zirkuszelt auftreten, da sind Tierschützer nicht weit. Der „Circus Probst“ hat bereits in anderen Städten Schleswig-Holsteins mit Protesten zu kämpfen gehabt, wie vor kurzem in Rendsburg (wir berichteten). Auch in Kiel wird im Internet zu Aktionen aufgerufen. „Es sind bisher Beleidigungen vorgekommen. Wir wollen hoffen, dass das nicht in Kiel passiert“, sagt Tourneeleiter Laurens Thoen, der nichts gegen friedliche Demos hat.

Ab kommenden Donnerstag will die Hochschulgruppe (HSG) für Tierrechte Kiel drei Mal demonstrieren. Am Donnerstag, 14. August (15 Uhr), sowie am Sonntag, 17. August (10/15 Uhr), werden etwa 20 junge Tierrechtler um die Psychologie-Studentin und Organisatorin Annelie Wulff (23) gegen Tiere im Zirkus protestieren. Angemeldet sind sie bereits, sogar noch zwei weitere Aktionen anderer Gruppen. Aber nach Auskunft der Stadt ist noch nichts endgültig genehmigt. Am Dienstag gibt es ein Kooperationsgespräch mit Ordnungsamt und Polizei, so Annelie Wulff.

Motto ihrer Aktion: „Aufklärung über Tierzirkusse! NEIN zu Circus Probst in Kiel“. Im Internet ist als Begründung zu lesen, die Dressur in Zirkussen sei mit einer unnatürlichen Lebensweise und dadurch mit Qual und Leid für die Tiere verbunden. Der Aufruf: „Boykottiert Zirkusse mit Tieren und werdet mit uns laut!“.

Werdet laut? Vor einem Jahr hatten Aktivisten Vorstellungen des Zirkus Busch auf dem Wilhelmplatz durch Sirenen und Sprechchöre gestört. Davon distanziert sich Annelie Wulff (23) ausdrücklich. „So etwas ist kontraproduktiv. Damit verschreckt man die Gäste. Wir versuchen es auf dem freundlichen Weg.“ Die HSG plant mit Transparenten und „relativ leise“ aufzutreten. Man werde auf die Gäste zugehen und sie mit Flyern informieren. Eltern von Kindern sollten lernen, „dass sie nicht verpflichtet sind, Kindern einen Tierzirkus zu gönnen.“ Zur HSG für Tierrechte gehören viele Veganer. Die Gruppe organisiert Info-Veranstaltungen und vor der Uni Essensstände mit veganer Kost. Sie zeigt auch Filme.

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erstellt am 07.Aug.2014 | 06:11 Uhr

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