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Kieler Umschlag : Prächtige Stimmung trotz Schietwetter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dauerregen begleitete am Wochenende den Umzug von Alt-Bürgermeister Asmus Bremer und seiner Handwerker zum Rathausplatz. Doch wahre Umschlag-Freunde kann die nasskalte Witterung nicht abhalten.

Es half alles nichts: Kurz vor halb zwölf mussten Asmus Bremer und Gattin Katharina samt Gefolge am Sonnabend das trockene Laboer Zelt gegen die regennasse Holstenstraße eintauschen, um beim Kieler Umschlag den Umzug der Handwerker zum Rathausplatz anzuführen. „Schietwetter“ lautete der knappe Kommentar des Alt-Bürgermeisters.

Im Handwerkerzelt herrschte bei Livemusik bereits Stimmung. Auch Uschi Haesler und Hartmut Reimers aus Friedrichsort hatte es dorthin verschlagen. „Wenn Umschlag ist, kommen wir in die Stadt“, so Uschi Haesler, die die „schöne Atmosphäre“ lobt. Dass das Handwerkerzelt auf den Rathausplatz verlegt wurde, findet sie besonders schön. Und überhaupt: Gegen den Regen kann man sich entsprechend anziehen.

Erstmals beim Umschlag dabei war die Interessengemeinschaft Altertum aus Essen, die ihre Zelte rund um das Handwerkerzelt aufgeschlagen hatte und mit Bogenschießen, Geschichtenerzählungen und Zaubereien ein umfangreiches Programm anbot, wie „Ragnar“ sagte, der im bürgerlichen Leben Wolfgang Böhm heißt.

Auch im historischen Dorf auf dem Alten Markt gab es wieder ein reichhaltiges Angebot. Mit Met und Backwerk, mittelalterlicher Musik, Feuershow und dem handbetriebenen hölzernen Kettenkarussell, auf dem die sechsjährige Amber begeistert ihre Runden drehte. Mit Mama Christiane und Papa Sven Rehders war sie von Dörnick bei Plön zum Umschlag nach Kiel gekommen.

Auch Korbflechterin Anja Kunschke aus Leipzig, die seit Jahren im historischen Dorf dabei ist, ließ sich vom Regen nicht schocken. Kurz: Wetter mies, Stimmung gut. Für die sorgte auch wieder die norwegische Juristenkapelle „Corpsis Juris“, seit 1978 Dauerbrenner auf dem Kieler Umschlag.

Etwas getrübt war die Stimmung lediglich bei den Kieler Vereinen, die sich jahrelang im Holstentörn präsentiert hatten. Diesmal aber mussten sie zu Plaza ausweichen. „Wir suchen nach einer neuen Bleibe in der Innenstadt“, versprach Jürgen Branat vom Verein „Freunde der Straßenbahn Kiel“.

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erstellt am 06.Mär.2016 | 14:51 Uhr

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