Positive Bilanz überdachter Eisbahn: Zahlen erneut gestiegen

Eislaufen im Zelt: In Kiel ist der Freizeitspaß immer gefragter.
Eislaufen im Zelt: In Kiel ist der Freizeitspaß immer gefragter.

shz.de von
20. Januar 2015, 11:25 Uhr

Johannes Hesse von Kiel-Marketing klingt durchaus stolz, wenn er sagt: „Die Kieler Eisbahn trägt sich.“ Damit meint er, dass die überdachte Fläche vor dem Rathaus, die seit Ende November bis zum vergangenen Sonntag genutzt werden konnte, in ihrer 16. Auflage sogar ein leichtes Plus gemacht hat. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man die hohen Betriebs- und Energiekosten betrachtet. Deutlich mehr als 100  000 Euro schlagen dafür Hesse zufolge insgesamt zu Buche. Allein das Kühlen und Pflegen der Eisfläche koste einen deutlich fünfstelligen Betrag. Allerdings muss man erwähnen: Ohne den Titelsponsor, die Kieler Stadtwerke, der die Energiekosten trägt, wäre der Betrieb des „Eisfestivals“ auch in Kiel ein Verlustgeschäft.

Rund 37  000 zahlende Eisläufer haben das eisige Vergnügen in den vergangenen zwei Monaten in der Innenstadt genossen. Davon machten mit etwa 20  000 Kindern besonders die kleinen Eisfans die Mehrheit der Gäste aus. Etwa 6000 Erwachsene waren dabei. Gut 6000 Schüler kamen für Sport, Spiel und Spaß – „das ist stabil auf einem Höchstniveau, mehr geht kaum“, sagt Johannes Hesse. „Fast jeder zweite Schüler in Kiel hat teilgenommen.“ Familien sowie Gruppen, die ihre Weihnachtsfeiern auf dem Eis verbrachten, machten die übrigen 5000 Besucher aus. Insgesamt stieg die Zahl um gut 1000 Gäste – ein erneuter Rekord, der den Organisator Kiel-Marketing in der Einschätzung bestärkt, dass das Konzept der Überdachung – nach Angaben von Johannes Hesse ein Alleinstellungsmerkmal im Norden – aufgeht: „Bei dem stürmisch-regnerischen Wetter war das Gold wert.“ Das zeigten auch Zahlen des Schlittschuhverleihs: Während früher etwa zwei Drittel der Besucher Schuhe auslieh, waren die Zahlen allein im Dezember um ein Drittel rückläufig. Die Wetterunabhängigkeit lasse viele Kieler Schlittschuhe kaufen, meint Hesse.

Zwei Drittel der Eisfestival-Besucher kommt nach Erkenntnissen von Kiel-Marketing aus Kiel. Die anderen Gäste werden aus einem Umkreis von 50 Kilometern angelockt. Auch wenn es in Rendsburg ebenfalls eine Eisbahn gibt – wegen der Überdachung, so Hesse, kämen auch Rendsburger zum Schlittschuhlaufen nach Kiel.

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