Portal klärt auf: Wofür steht mein Kandidat?

Direkter Kontakt zur Politik:  abgeordnetenwatch.de/schleswig-holstein
Direkter Kontakt zur Politik: abgeordnetenwatch.de/schleswig-holstein

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30. März 2017, 11:57 Uhr

Noch 37 Tage, dann wählt Schleswig-Holstein einen neuen Landtag. Seit gestern ist das Wahlportal „abgeordnetenwatch.de“ am Start. Wer Fragen an (s)einen Direktkandidaten in einem der 35 Wahlkreise richten will, kann die hier übers Internet loswerden.

Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann (SPD) ermunterte Bürger gestern in Kiel, von der Möglichkeit zum Austausch Gebrauch zu machen. Der Zugriff auf die Seite hatte sich bei der Wahl vor fünf Jahren noch in Grenzen gehalten. 436 Fragen gingen bei den Betreibern des unabhängigen Portals ein, immerhin 350 davon waren beantwortet worden.

„Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen“, sagte der Projektleiter des Portals, Roman Ebener. Im Dialog mit den landesweit 289 Wahlkreiskandidaten könnten Wählerinnen und Wähler „herausfinden, wofür diese eigentlich stehen“. Wünschenswert sei es, dass vor allem Jungwähler den Austausch mit der Politik suchten. Erstmals können am 7. Mai auch über 16-Jährige ihre Stimme bei einer Landtagswahl abgeben.

Neben der Chance zum Dialog gebe es in den kommenden Wochen auch erstmals einen Kandidatencheck über „abgeordnetenwatch“, sagte Ebener. Auf diesem Wege könnten Wahlberechtigte ermitteln, zu welchen Kandidaten sie inhaltlich die größte politische Übereinstimmung hätten.

Sichergestellt sei, dass beleidigende oder diskriminierende Äußerungen ebenso wenig freigeschaltet würden wie Fragen zum Privatleben oder unbelegte Behauptungen von Nutzern, versicherte Ebener. Der Dialog, der bis zum Vorabend der Landtagswahl möglich sei, werde rund um die Uhr von Mitarbeitern der Plattform moderiert.

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