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Absage der Organisatorin : Pegida-Demo in Kiel findet doch nicht statt

vom
Aus der Onlineredaktion

Es gibt doch keinen „Montags-Spaziergang“ in der Kieler Innenstadt. Das habe organisatorische Gründe, so die Polizei.

shz.de von
erstellt am 28.Mär.2015 | 16:50 Uhr

Kiel | Die für Montag in Kiel angemeldete Pegida-Demonstration wurde durch die Anmelderin abgesagt. Das teilt die Kieler Polizei am Samstagmittag mit. Grund für den Ausfall seien organistorische Gründe, heißt es weiter.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Demo der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“  in der Landeshauptstadt genehmigt wurde. Rund 100 Pegida-Anhänger hatten sich angekündigt. Das Bündnis „Das ist unsere Stadt – die Kiel Region ist weltoffen!“ hatte bereits eine Gegenkundgebung angemeldet.

Die Nachricht über die Absage wird auch im sozialen Netzwerk Facebook verbreitet: „PEGIDA-KIEL-DEMO ABGESAGT!!!!“

Liebe Pegida-Kiel-Freunde.DIE MONTAGS-DEMOam 30.03.15.,um 18 Uhr auf dem Asmus-Bremer- PlatzMUSS AUS...

Posted by Pegida KIEL on Samstag, 28. März 2015

Nur 16 Nutzer unterstützen die Seite mit einem „Gefällt mir“. Unterdessen gibt es in einer anderen Facebook-Gruppe namens „Kigida“ Verwirrung über eine zweite Gruppe Gleichgesinnter: „Nach Anfrage bei PEGIDA haben wir nun die Gewissheit, dass die am Montag angekündigte Demo entgegen der Aussagen der Verantwortlichen KEINE autorisierte PEGIDA-Veranstaltung ist.“

UPDATE 2: ES IST OFFIZIELL: KEIN PEGIDA AM MONTAGNach Anfrage bei PEGIDA haben wir nun die Gewissheit, dass die am...

Posted by KIGIDA on Freitag, 27. März 2015

Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, islamische Gemeinde und der Flüchtlingsrat rufen trotz der Absage weiter zu einer Gegendemonstration auf, wie ein DGB-Sprecher sagte. Es wird mit rund 5000 Menschen gerechnet. Die Polizei hält diese Zahl für durchaus realistisch, angesichts von 11.000 Menschen bei einer ähnlichen Anti-Pegida-Veranstaltung am 27. Januar in Kiel.

Unter dem Motto „Die Kiel-Region ist weltoffen“ soll den Flüchtlingen im Land Unterstützung signalisiert werden. Man werde dem Gift im Kopf der Pegida-Leute die Rote Karte zeigen, sagte DGB-Sprecher Frank Hornschu. Die islamkritische Bewegung schüre Ängste. Als Redner auf der Kundgebung werde auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erwartet.

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