Nach Messerattacke in Norderstedt : Partnerin erstochen: Zehn Jahre Haft für 57-Jährigen aus Ghana

Als die Polizei am 30. Juli 2015 in die Wohnung kommt, finden sie die Frau leblos vor. Ihr Lebensgefährte soll sie erstochen haben.

shz.de von
31. März 2016, 08:55 Uhr

Kiel/Norderstedt | Nach einer tödlichen Messerattacke auf seine Lebensgefährtin ist ein 57-jähriger Angeklagter wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Kieler Landgericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Mann die Frau am 30. Juli 2015 in deren Norderstedter Wohnung mit einem Küchenmesser umbrachte.

Die 55-jährige Frau starb nach Angaben der Staatsanwaltschaft an über 20 Stich- und Schnittverletzungen. Der Angeklagte hatte im Prozess ausgesagt, er habe im Streit die Kontrolle verloren und zugestochen. Sie hatte ihn zuvor vor die Tür gesetzt.

Der Tathergang: Nachbarn informierten an dem Abend gegen 22 Uhr die Polizei, als sie aus der Wohnung des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Glashütte einen lauten Streit hörten. Die eintreffenden Beamten fanden in der Wohnung die leblose Frau und den verletzten Mann vor. Rettungskräfte versuchten die Frau zu reanimieren, was jedoch erfolglos blieb. Der Mann wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen und musste zunächst ärztlich behandelt werden.

Der 57-jährige aus Ghana hielt sich seit 1999 illegal in Deutschland auf. Um seinen Aufenthaltsstaus zu legalisieren, wollten beide angeblich heiraten. Doch die Partnerin habe einen Rückzieher gemacht.

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