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Nach Razzia in Heikendorf bei Kiel : Panzer in Villa: Ermittlungen gegen Bundeswehr-Mitarbeiter

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Der „Panther“-Panzer aus einer Heikendorfer Villa beschäftigt weiter die Justiz. Es wird gegen einen Mitarbeiter der Bundeswehr ermittelt, der bei der Instandsetzung half.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 17:29 Uhr

Kiel | Im Fall des beschlagnahmten Weltkriegspanzers aus einer Heikendorfer Villa hat die Kieler Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ausgeweitet. Sie richten sich nun auch gegen einen Mitarbeiter der Bundeswehr aus Trier (Rheinland-Pfalz), wie die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Donnerstag sagte. Gegen den Mann werde wegen des Verdachts der Beihilfe zum Verstoß gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz ermittelt. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

Der Einsatz im Villenviertel sorgte bundesweit für Aufsehen: Zwei Tage brauchten Pioniere der Bundeswehr, um den Panzer vom Typ „Panther“ mit zwei Bergepanzern aus seiner Halle im Kellergeschoss zu holen. Per Tieflader ging es für den 40-Tonnen-Koloss zum Truppenübungsplatz Putlos in Ostholstein. Die Privatstraße vor der Villa wurde bei der Aktion beschädigt und der private, aus mehreren Ebenen bestehende Keller stark in Mitleidenschaft gezogen.

Mitarbeiter der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 41) in Trier hatten einem Sammler von 2011 bis 2014 bei der Instandsetzung des Panzer-Motors geholfen und dafür eine Rechnung gestellt. Anfang Juli hatte die Staatsanwaltschaft den Panzer vom Typ Panther mit Unterstützung durch die Bundeswehr beschlagnahmt. Damals hatten knapp 20 Soldaten den Panzer mit Hilfe von zwei Bergepanzern aus dem Keller des Hauses geborgen. Gegen den Sammler wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz ermittelt.

Ein Gutachten in Auftrag der Staatsanwaltschaft kam später zu dem Schluss, dass der Panther, ein ebenfalls sichergestelltes 8,8-Zentimeter-Flakgeschütz und ein Torpedo Kriegswaffen im Sinne der Kriegswaffenliste sind.

 
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