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Gewinner-Entwurf aus Bayern : Optisch auf Zack für die Kieler Woche 2014

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Plakat zur Kieler Woche 2014 steht: Durchgesetzt haben sich Zwillinge aus Bayern - mit einem farbenfrohem Entwurf.

Kiel | Es zieht die Blicke auf sich, wirkt farbenfroh, fast schon grell und ist optisch ganz auf Zack: Deutlich lebhafter als das klassisch blau-weiße Plakat der letzten Kieler Woche sieht der Gewinner des Design-Wettbewerbs für das kommende Jahr aus: Rot und Pink dominieren, setzen einen Kontrast zum hellen Blau der spitz geformten Wellen. Asiatisch und holzschnittartig mutet der Entwurf der Zwillinge Thomas (Foto, l.) und Martin Poschauko (Foto, r.) aus dem bayerischen Bad Aibling an. Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke und die Jury des Wettbewerbs präsentierten gestern die „in Form und Farbe gegossene Vorfreude“ (Gaschke), das sich gegen sechs andere Entwürfe von insgesamt sieben Teilnehmern aus dem In- und Ausland durchsetzte.

Ein senkrechter Schriftzug „Kieler Woche“ am linken Rand, die Daten 21.-29. Juni am rechten Bildrand und ein dunkelgrüner Kreis, aus dem die gelbe Jahreszahl 2014 ragt, bilden den Rahmen für die markanten Wellen mit ihren pink-violett-grünen Spitzen.

Die mit acht Entscheidern und Design-Experten besetzte Jury (vier Fachjuroren und vier Sachjuroren) lobte unter anderem, dass das Grundmotiv der bewegten See „noch nie in einer so spektakulären und ungestümen Art und Weise“ aufgenommen wurde: „Da türmt sich ein ganzes Wellengebirge farbenfroh vor uns auf, das uns förmlich mitbewegt“, heißt es in der Begründung. Wichtig war der Oberbürgermeisterin: „Das Design muss das Herz der Stadt treffen – denn jeder hat eine Meinung dazu.“

Warum haben es die anderen Entwürfe nicht geschafft? Mal war eines „insgesamt zu düster“, das andere „zu stark auf das Thema Stoff“ reduziert. Weitere Design-Vorschläge erinnerten die Jury zu sehr an Motive aus früheren Jahren oder verloren aufgrund von „Zweifeln an der Werbewirksamkeit wegen zu zarter Schriftzüge“. Den zweiten Platz belegte ein abstrakter Entwurf, der aus der Nähe stark gepixelt wirkte, „insgesamt ein würdiges Motiv“ abgab, am Ende aber das Thema Segelwettbewerb „zu wenig variantenreich“ darstellte, wie Jury-Mitglied und Designer Prof. Detlef Fiedler aus Berlin anmerkte.

Darum die Entscheidung für die Bayern. Wer sind die Gewinner? Die Kommunikationsdesigner sind 1980 in Rosenheim geboren und damit die jüngsten Teilnehmer der Ausschreibung, leiten seit 2007 ihr eigenes Studio. Susanne Gaschke überraschte gestern einen der beiden, Thomas Poschauko, während der Präsentation mit der Nachricht am Telefon. Seine Reaktion: „Cool.“

Seit 1959 lädt Kiel von einer Jury ausgewählte Designer zum renommierten Wettbewerb ein. Im aktuellen 55. Entscheid hatten fünf Teilnehmer sieben Entwürfe eingereicht. Alle Plakatentwürfe zur Kieler Woche 2014 – und früherer Wettbewerbe – können unter www.kieler-woche.de im Internet angeschaut werden.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 00:34 Uhr

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