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Kieler Woche 2016 : Open Ship und Co.: Das gibt's im Tirpitzhafen zu sehen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fregatten, Versorger und ein Mini-Jagdboot können beim Open-Ship der Marine-Verbände besichtigt werden.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2016 | 11:41 Uhr

Kiel | Während der Kieler Woche wird der Marinestützpunkt Tirpitzhafen zur internationalen Bühne. Es haben Militärschiffe aus zehn Nationen angelegt, von Fregatten und Versorgungsschiffen bis zum Mini-Jagdboot. Die schwimmenden Stahlriesen präsentieren sich den Besuchern an drei Open-Ship-Tagen. Am Samstag, Sonntag und am Mittwoch laden die Besatzungen jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr ein, sich ein Bild vom Leben und Arbeiten auf den Schiffen zu machen.

Neben den Einheiten aus ganz Europa haben auch zwei Schiffe aus den Vereinigten Staaten und China die lange Reise in die Landeshauptstadt auf sich genommen. Russische Verbände werden auch in diesem Jahr nicht anlegen. Die seit der Krim-Annexion im Jahr 2014 angespannte außenpolitische Lage ist der Grund, warum sich seit zwei Jahren keine russischen Einheiten bei der Kieler Woche präsentieren dürfen. Das in Kiel schon bekannte Führungsschiff Mount Whitney wurde von den Vereinigten Staaten entsandt, aus dem Reich der Mitte legte die Xiang Tan an. Die Raketenfregatte wurde erst Ende Februar fertiggestellt.

Besonders an den ersten beiden Tagen ist die Open-Ship-Veranstaltung zu empfehlen, da viele Einheiten nach dem Eröffnungswochenende den Marinehafen wieder verlassen und zum dritten Tag am Mittwoch schon wieder auf See sein werden. Aus deutscher Sicht ist die „Berlin“, die seit 2001 im Dienst ist, das Flaggschiff der diesjährigen Kieler Woche.

Mit einer Länge von fast 174 Metern zählt der Einsatzgruppenversorger zu den größten Schiffen der deutschen Marine. Aber auch das Minensuchboot „Pegnitz“, die Schnellboote „Frettchen“, „Zobel“, „Hyäne“ und „Hermelin“ sowie das Landungsboot „Lachs“ sind einen Besuch wert.

Wie in den letzten Jahren bietet die Marine einen kostenlosen Boot-Shuttle-Service ab Bellevue an, der aber nicht von Jugendlichen unter zwölf Jahren genutzt werden darf. Außerdem ist dieser Service, wie die gesamte Veranstaltung, nicht barrierefrei. Wegen erhöhter Sicherheitsvorkehrungen müssen die Besucher in diesem Jahr beim Betreten des Stützpunktes grundsätzlich mit Personen- und Taschenkontrollen rechnen.

Aber nicht nur auf den Schiffen empfangen die Blauen Jungs und Deerns die Besucher. Im Stützpunkt gibt es zum Beispiel das Camp Marine, in dem sich alle Verbände, auch die der Marineschutzkräfte, präsentieren. Besonders empfehlenswert ist der Internationale Tanzabend. Seit über 20 Jahren findet die Veranstaltung für Unteroffiziere und Mannschaften im Kieler Legienhof statt.

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