An die Arbeit : Olympia 2024: Die Kieler Mannschaft steht

Olympia liegt in ihren Händen:  (von links) Tillmann Voigt, Bente Scherff, Christian Riediger,  Felix Schmuck, Martina Hansen und Martin Klein richten ihre Arbeit auf das Jahr 2024 aus – dann soll in Kiel wieder das olympische Feuer brennen.
Olympia liegt in ihren Händen: (von links) Tillmann Voigt, Bente Scherff, Christian Riediger, Felix Schmuck, Martina Hansen und Martin Klein richten ihre Arbeit auf das Jahr 2024 aus – dann soll in Kiel wieder das olympische Feuer brennen.

Ab sofort hat die Stadt Kiel ein eigenes sechsköpfiges Olympia-Büro. Es kümmert sich um die Kooperation mit der Partnermetropole Hamburg und um die Vorbereitung der Segelwettbewerbe 2024 in Schilksee.

shz.de von
18. Mai 2015, 12:25 Uhr

Kiel | Organisatorisch befindet sich die Mannschaft des Kieler Rathauses in den Startlöchern. Gestern stellte sich das sechsköpfige Olympia-Büro erstmals öffentlich vor. Unter der Leitung von Christian Riediger – der auch das Kieler-Woche-Büro verantwortet – soll die Mannschaft die Vorarbeit leisten, damit tatsächlich im Jahre 2024 die olympischen Segelwettbewerbe auf der Kieler Förde stattfinden. Erste wichtige Aufgabe wird die Vorbereitung des Bürgerentscheides Ende des Jahres sein. Vorgeschaltet sind noch Veranstaltungen in den Stadtteilen – der „Dialog mit dem Bürger“ startet am 26. Mai.

An diesem Tag werden um 19 Uhr in der Rotunde (zweites Geschoss im Rathaus) sämtliche Planungen zu Olympia 2024 vorgestellt. Zugleich können die Besucher ihre Anregungen zur künftigen Gestaltung in Schilksee vortragen. Sicher ist zurzeit nur, dass neue Bauten entstehen müssen, um Olympioniken und Zuschauer, Organisatoren und Journalisten aufzunehmen. Doch ob tatsächlich ein Zentralgebäude direkt am Hafen hochgezogen wird, ist längst nicht entschieden. Eine eigene Machbarkeitsstudie untersucht gegenwärtig, wie das künftige Gesicht des Stadtteils Schilksee aussehen könnte.

Wichtige Aspekte sind dabei die Frage der Nachnutzung der Olympiahäuser und die Aspekte der Verkehrsführung. „Wir haben nicht nur die Olympiateilnehmer, sondern eben auch die vielen Besucher im Auge“, erklärte gestern Felix Schmuck und verwies auf fällige Absprachen mit dem städtischen Planungsamt. 700.000 Euro stehen in der ersten Phase bereit. Aus diesem Topf wird die Runde der Bürger-Dialoge bezahlt, aber auch der angekündigte Bürgerentscheid zu Olympia. Die Abstimmung möchten die Kieler Organisatoren am liebsten gemeinsam mit den Hamburgern abhalten, im Gespräch ist der 29. November.

Überhaupt will die Stadt an der Förde ganz eng mit der Millionenmetropole an der Elbe kooperieren, bekanntlich bewirbt sich die Hansestadt als Hauptausrichter der olympischen Sommerspiele. Riediger stellt in diesem Zusammenhang fest: „Ganz klar, Hamburg hat den Hut auf.“

Wie teuer der Stadt Kiel das Unternehmen Olympia insgesamt wird, vermochte gestern niemand abzuschätzen. Ähnlich wie schon 1972, als sich die gesamte städtische Infrastruktur samt Autobahnanschluss, Kanalbrücken, Kiellinie und Zob veränderte, werden auch diesmal die Auswirkungen weit über Schilksee hinausreichen. Weshalb eben nicht nur die Stadtteilbewohner, sondern sämtliche Kieler über die Bewerbung abstimmen sollen. Riediger wörtlich: „Olympia 2024 bewegt die ganze Stadt.“  
 

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