zur Navigation springen

Gaschke-Nachfolge : OB-Kandidaten wollen keine Skandale

vom

Im Interview verrieten uns Stefan Kruber und Ulf Kämpfer, wie sie Silvester feiern und worauf die Landeshauptstadt 2014 verzichten kann.

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Sie wollen beide Oberbürgermeister der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt werden. Vor ihnen liegt ein Wahlkampf, der die heißeste Phase in der kältesten Jahreszeit hat. Wie feiern Stefan Kruber (CDU) und Ulf Kämpfer (SPD) Silvester und was haben sie sich vorgenommen? Im Interview haben sie es uns verraten.

Wie und Wo feiern Sie Silvester?
Stefan Kruber: Zu Hause, mit der Familie und mit Freunden und deren Kindern.
Welcher Herausforderung stellen Sie sich im nächsten Jahr – Und: Wie wollen Sie das anpacken?
Ich möchte ein guter Oberbürgermeister für Kiel werden. Gemeinsam mit meinen Unterstützern will ich einen engagierten Wahlkampf führen und dann meiner Heimatstadt im Amt des Oberbürgermeisters dienen. Kiel hat so viele Chancen, diese will ich nutzen.

Ihre drei wichtigsten Projekte 2014?
Zunächst den Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt, danach: aus der Stadtverwaltung ein motiviertes Team formen, das Kiel als Wirtschaftsstandort und bei der Lebensqualität entschlossen voran bringt und mit meiner großen Tochter segeln gehen.

Was soll im neuen Jahr in Kiel besser werden?
Meine Heimatstadt soll wirtschaftlich wachsen, ihre Finanzen stabilisieren, noch kinderfreundlicher und sich vor allem endlich ihrer Stärken bewusst werden und diese entschlossen nutzen. Der Bus- und Fördeschiffsverkehr muss und kann kurzfristig verbessert werden. Das Südufer des Bootshafens muss belebt werden. Holstenstrasse, Alter Markt, Schlossstraße und Kleiner Kiel müssen vorangebracht werden. Das Ostufer soll eine Perspektive bekommen, Studierende sollen Wohnraum finden. Ein neues Kraftwerk muss entstehen. Nicht alles wird in 2014 fertig werden. Wichtig aber ist: Wer Hilfe und Unterstützung braucht, soll schnell und gut versorgt werden. Kiel soll nachhaltig finanziert sozial bleiben.

Worauf kann die Landeshauptstadt gut und gerne verzichten?
Auf unsinnige Kämpfe um unrealisierbare Projekte wie die Stadtregionalbahn, wirtschaftspolitischen Stillstand und lähmende Skandale.

Wie und Wo feiern Sie Silvester, Herr Kämpfer?
Ulf Kämpfer: Wie fast immer in den letzten Jahren feiern wir Silvester in Flensburg mit Robert Habeck und Familie.

Welcher Herausforderung stellen Sie sich im nächsten Jahr – Und: Wie wollen Sie das anpacken?
Mir war als Staatssekretär und Vater schon nicht langweilig. Beides mit dem Vorwahlkampf unter einen Hut zu kriegen, ist die erste Herausforderung. Dann: Ein überzeugender Oberbürgermeisterkandidat und hoffentlich ein guter Kieler Oberbürgermeister zu werden. Wie ich das anpacke? Mit Beharrlichkeit und Leidenschaft!

Ihre drei wichtigsten Projekte 2014?
Sehr dringend: Klarheit über das geplante neue Gaskraftwerk auf dem Kieler Ostufer schaffen. Und wir müssen uns noch stärker für gute Wohnungen für Menschen mit kleinerem Geldbeutel ins Zeug legen. Außerdem will ich zusammen mit allen Ratsfraktionen eine Strategie für solide Stadtfinanzen entwickeln. Schließlich, damit das alles klappt: Einen heißen Winterwahlkampf hinlegen.

Was soll im neuen Jahr in Kiel besser werden?
Das politische Klima! Und das Kieler Wetter darf auch gern besser werden.

Worauf kann die Landeshauptstadt gut und gerne verzichten?
Auf die viel zu hohe Kinderarmut. Und auf Steuerdebatten und OB-Rücktritte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen