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Nummer gegen Kummer für Eltern soll bekannter werden

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Kiel | Schreibaby, Trotzkopf, pubertierende Tochter? Viele Eltern schämen sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie in der Erziehung der Kinder nicht weiter wissen. Das bestätigt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der sich als junger Vater mit seinen Sorgen oft allein gefühlt hat: "In unserer Gesellschaft kann man viel lernen. Eltern wird man einfach so", sagte Albig gestern zum Start der landesweiten Elterntelefon-Kampagne des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein, deren Schirmherr er ist. Die hohe Hemmschwelle ist vermutlich der Grund dafür, dass im Jahr 2012 landesweit nur rund 2 500 Anrufer der Hotline registriert wurden, die es seit 2001 gibt - im Gegensatz zum etablierteren Kinder- und Jugendtelefon, bei dem im selben Zeitraum mehr als 27 000 Anrufe eingingen. Das will Irene Johns, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein, ändern. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Dachorganisation "Nummer gegen Kummer", Klaus Hoppe, und dem Präsidenten des finanziell fördernden Sparkassen- und Giroverbandes im Norden, Reinhard Boll, enthüllten Albig und Johns dazu das erste Info-Plakat in Kiel. An der Bushaltestelle Reventloubrücke am Landeshaus weist das signalrote Poster mit dem Slogan "Kummer mit den Kids?" auf die kostenlose und anonyme Möglichkeit hin, Sorgen bei den ehrenamtlichen, geschulten Mitarbeitern loszuwerden. Ab heute folgen Plakate in weiteren Städten. Die Nummer (0800/ 1110550) ist montags bis freitags (9 bis 11 Uhr) sowie dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr zu erreichen.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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