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Noten-Kampagne gerät ins Stocken

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Volksinitiative für Zeugnisnoten an den Grundschulen in Schleswig-Holstein droht zum Rohrkrepierer zu werden. Neun Monate nach dem Start unterstützten lediglich 11  000 Bürger die FDP-Forderung nach verbindlichen Notenzeugnissen in den Klassen drei und vier. Für einen Erfolg bräuchten die Liberalen bis Ende Januar weitere mindesten 9000 Unterschriften.

Auch wenn dies „schwierig“ sei – aufgeben will die FDP-Schulexpertin Anita Klahn nicht. Ähnlich äußerte sich ihre CDU-Kollegin Heike Franzen. Beide Politikerinnen berichteten von Lehrkräften, die die Initiative zwar gut fänden, aus Furcht vor Repressalien aber eine Unterschrift verweigerten. Ein Sprecher des Bildungsministeriums wies solche Überlegung als „völlig abwegig“ zurück. An der freien Meinungsäußerung werde niemand gehindert.

Theoretisch ist nach der geltenden Erlasslage zwar eine durchgängig notenfreie Grundschule möglich. Schulkonferenzen können jedoch beschließen, dass es für die Klassen drei und vier weiter Ziffernnoten gibt. Im vergangenen Schuljahr machten 80 Prozent der Grundschulen von dieser Ausnahmeregelung Gebrauch.

Ob es auf Dauer bei dieser Regelung bleibt, ist nach Darstellung der Oppositionsfraktionen völlig offen. So genannte Kompetenzraster, die als Alternative für Ziffernnoten entwickelt worden waren, sollen nach Ablauf einer dreijährigen Einführungsphase auf den Prüfstand kommen. CDU und FDP befürchten, dass damit das endgültige Aus für Ziffernnoten im Grundschulbereich vorgezeichnet ist.

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erstellt am 09.Nov.2015 | 14:27 Uhr

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