Messetstecherei : Not-Operation rettete sein Leben

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Ein 42-jähriger Mann wurde bei einer nächtlichen Messerstecherei an der Holtenauer Straße schwer verletzt. Er überlebte nur dank einer Not-Operation. Unter Tatverdacht stehen drei Männer, die in der Nähe verhaftet wurden.

shz.de von
18. Juli 2018, 18:04 Uhr



Eine aufgeregte Stimme meldete sich gegen 2.30 Uhr in der Nacht zum Dienstag über Notruf bei der Leitstelle der Polizei: Auf der Holtenauer Straße – im Bereich der Arkaden in Nähe des Dreiecksplatzes – liegt ein schwer verletzter, stark blutender Mann. Schnell waren die ersten Polizisten und Sanitäter vor Ort. Das Opfer wurde notversorgt und mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht. Gerade noch rechtzeitig: Eine Notoperation in der Klinik rettete das Leben des 42-jährigen Mannes, erklärte die Polizei gestern in einer Pressemitteilung. Wichtiger Zusatz: „Aktuell besteht für ihn keine Lebensgefahr mehr.“

Die Beamten am Tatort hatten bereits mehrere Stichverletzungen am Körper des 42-Jährigen festgestellt – klare Anzeichen für eine schwere Straftat. Die Polizisten setzten sofort eine Fahndung in der Umgebung der Arkaden in Gang. Auch im schmalen Grünstreifen, der sich vom Knooper Weg an der Mittelstraße entlang über den Lehmberg und die Holtenauer Straße hinweg zur Preußerstraße erstreckt. Die Besatzungen mehrerer Streifenwagen waren daran beteiligt.

Der schnelle Einsatz hatte Erfolg: Die Polizisten nahmen ein Trio von drei Männern verläufig fest. Die Tatverdächtigen sind 45, 50 und 54 Jahre alt. Am Tage setzte sich die Suche „nach Beweismitteln“ fort, wie es in der Mitteilung hieß. Dabei wurde die Kieler Polizei unterstützt von Einheiten der Eutiner Bereitschaftspolizei. Zeitweilig wurden einige Bereiche am Rande Holtenauer Straße abgesperrt, das sorgte in der Haupteinkaufszeit für Aufsehen. Die Fahnder nahmen sich den Park und auch die Abfallcontainer in der Nachbarschaft vor.

Ob das Messer oder andere spitze Tatwerkzeuge gefunden wurden, die die Verletzungen verursacht haben könnten, gab die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt. Angeblich soll es sich um eine Tat im Obdachlosenmilieu gehandelt haben. Doch auch zu dieser Vermutung wollte die Polizei noch keine Erklärung abgeben. Sie verwies darauf, dass das Kommissariat 11, zuständig für Tötungsdelikte, die Ermittlungen aufgenommen hat.

Die Tat geschah mitten in der Nacht auf der weitgehend menschenleeren Straße. Umso mehr sind Beobachtungen gefragt, die vielleicht auch die Vorgeschichte der Messerstecherei aufhellen könnten. Die drei Verdächtigen sollten gestern noch in Untersuchungshaft genommen werden. Eine Entscheidung darüber wurde bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht bekannt.

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