Rechtsextremismus : „Nordic Division“: Staatsanwaltschaft ermittelt

Gegen die Gruppe besteht der Verdacht der Volksverhetzung und des möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

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29. Oktober 2018, 17:29 Uhr

Kiel | Die Kieler Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die rechtsextreme „Nordic Division“ eingeleitet. Die Untersuchungen richteten sich gegen zwei Männer und eine Frau, sagte Oberstaatsanwalt Henning Hadeler am Montag. Zunächst hatte der „Spiegel“ berichtet. Demnach besteht der Verdacht der Volksverhetzung und des möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Ende September hatten Ermittler Wohnungen durchsucht und Waffen sichergestellt. Ob es sich dabei um funktionstüchtige Schusswaffen oder gar Kriegswaffen handelte, untersucht laut „Spiegel“ derzeit das Landeskriminalamt. Festnahmen gab es keine. Hintermann der „Nordic Division“ solle ein Neonazi aus der Schweiz sein, hieß es.

Dem „Spiegel“ zufolge haben das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Polizei in Schleswig-Holstein die rechtsextreme Gruppe ausgehoben. Über den Instantmessenger Telegram sollen ihre acht Mitglieder in Deutschland und der Schweiz Gewaltfantasien gegen Flüchtlinge ausgetauscht haben und mit dem Nationalsozialismus sympathisieren, hieß es.

Der Verfassungsschutz sei auf die Gruppe aufmerksam geworden, als ein Mitglied auf einem Foto mutmaßlich mit einer Maschinenpistole posierte. Über ein solches Posing in sozialen Medien gebe es Erkenntnisse, bestätigte Oberstaatsanwalt Hadeler. Ob es sich dabei tatsächlich um Kriegswaffen handele, müssten Sachverständige noch herausfinden.

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