Erster Spatenstich : Neues Schwimmbad: Der Bau hat begonnen

Gemeinsamer erster Spatenstich: (von links) Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Ministerpräsident Torsten Albig und Bürgermeister Peter Todeskino gaben am Sonnabend das Startsignal zum Baubeginn.
Gemeinsamer erster Spatenstich: (von links) Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Ministerpräsident Torsten Albig und Bürgermeister Peter Todeskino gaben am Sonnabend das Startsignal zum Baubeginn.

Nach jahrelanger Diskussion und Planung beginnt jetzt der Bau. Mit dem ersten Spatenstich fiel am Sonnabend der Startschuss für das Sport- und Freizeitbad. Das Großprojekt am Ende der Hörn schlägt mit 28 Millionen Euro zu Buche. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer verspricht bezahlbare Eintrittspreise.

shz.de von
10. Mai 2015, 12:34 Uhr

Der Anfang ist gemacht. Am Sonnabend erfolgte der erste Spatenstich für das geplante Sport- und Freizeitbad am Ende der Hörn. Das Projekt, um das es lange und erbitterte Diskussionen gegeben hatte, soll nach zweijähriger Bauzeit 2017 übergeben werden. Allein der Gebäudekomplex kostet gut 25 Millionen Euro, die Gesamtausgaben inclusive Erschließung und Straßenbau liegen bei 28 Millionen Euro.

Ministerpräsident Torsten Albig hatte – vor seiner Zeit als Regierungschef im Landeshaus – als Oberbürgermeister in Kiel persönlich mit der Bad-Planung zu tun. Er sprach von einem langem Atem und zollte der Ratsversammlung Dank, die immer an das Vorhaben geglaubt habe. „Wir brauchen ein vernünftiges Schwimmbad“, erklärte Albig. Der Nachwuchs soll nicht nur lesen und schreiben, sondern auch schwimmen können.

Albig freute sich auch, dass der Spatenstich ausgerechnet am 9. Mai, dem Tag der Städtebauförderung, stattfand. Als er zwei Förderbescheide aus der Tasche zog, gab’s laute „Bravo“-Rufe bei den Zuschauern auf der Baustelle: Die Stadt kann beim modernen Bad mit 10,7 Millionen Euro Zuschuss vom Land sowie 700  000 Euro von der Investitionsbank rechnen.

Für den amtierenden Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sorgt das künftige Schwimmbad auf dem früheren Schlachthofgelände für den wichtigen „Lückenschluss“ zwischen Ost- und Westufer. Als wichtiges Element der Daseinsvorsorge sei das Millionenprojekt auch klimapolitisch von Vorteil: Niemand müsse mehr den Nachwuchs zum Schwimmtraining nach Eckernförde oder Neumünster fahren.

Kiels Bürgermeister und Bau-Stadtrat Peter Todeskino, der gemeinsam mit Albig und Kämpfer zum Spaten griff, will mit einem gezielten Controlling erreichen, dass der Kostenplan von 25 bis 26 Millionen Euro eingehalten wird. Todeskino wörtlich: „Es wird eher preiswerter.“ Mit Blick auf den Verein, der sich für den Weiterbetrieb des Freibades Katzheide ausspricht, fügte er hinzu: „Jeder Gaardener wird vom Sport- und Freizeitbad profitieren.“

OB Kämpfer gab auf der Baustelle sogar ein Versprechen ab. Bei den künftigen Eintrittspreisen (die noch nicht bekannt sind) soll die soziale Komponente unbedingt berücksichtigt werden. Der Besuch des neues Bades dürfe nicht am schmalen Geldbeutel scheitern. Kämpfers Perspektive: „Am Ende der Grundschule soll jedes Kieler Kind schwimmen können.“  

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