Kieler Woche voraus : Neues Bier vor alten Schiffen

Neue Struktur an der Hörn: (von links) Philipp Dornberger, Henning Puls und Thom Glas mit dem Lageplan zur Kieler Woche.
Neue Struktur an der Hörn: (von links) Philipp Dornberger, Henning Puls und Thom Glas mit dem Lageplan zur Kieler Woche.

Auch an der Hörn präsentiert sich Kieler Woche 2018 im neuen Gewand: Bungee-Springen gehört dazu und ein neues Riesenrad, dazu aber auch eigene Zonen für Craftbier und Streetfood, wo man zu Live-Musik genießen kann.

shz.de von
01. Juni 2018, 18:50 Uhr

Die Veränderung der Kieler Woche wird auch auf dem Ostufer und an der Hörn sichtbar. Thematische kleine Parks wie Kunsthandwerk, Cocktailzone oder Piratenland sollen die Orientierung der Besucher verbessern. Direkt am Germaniahafen neben der Klappbrücke – dort, wo auch die Gästeschiffe festmachen – werden Bereiche reserviert für Streetfood und fürs Craftbier. Tendenz: weg vom reinen Saufen, hin zu mehr Genuss.

Optisch wird man die Veränderungen an der Hörn sofort erkennen. Es wird nämlich auf dem Ostufer ein zweites Riesenrad aufgestellt. Das erste dreht bekanntlich an der Blücherbrücke seine Runden – gemeinsam rahmen die Großkarussells die Kieler Woche künftig gewissermaßen ein. Das gab gestern Philipp Dornberger bekannt. Und noch eine zweite Nachricht hatte der Chef des städtischen Kieler-Woche-Büros im Köcher: Das beliebte „Unser-Norden-Dorf“ wird – erweitert um einen Kinderbereich – wieder Besucher anlocken.

Dornberger und Henning Puls von Kai City Events haben die Flächen neben der Hörn neu strukturiert und thematisch besser geordnet. So werden die Fahrgeschäfte konzentriert, die johlende Musik soll Nachbarauftritte nicht mehr stören. Vor der Halle 400, direkt am Wasser, entsteht eine eigene Cocktailzone auf den Hörn-Stufen. Dort kann man sich sozusagen gemütlich in die Abendsonne schlürfen.

Wer’s aufregender mag: Neben dem Ision-Gebäude am Ende Hörn wird eine Bungee-Anlage aufgebaut. Unverändert bestehen bleibt die gemeinsame Bühne von RSH, Delta Radio und Radio Bob. Katrin Haltermann kündigte gestern den nächsten Top-Act an: DJ Burak Yeter wird am Dienstag, 19. Juni, ab 21.30 Uhr mit Hits wie „Tuesday“ oder „Crash“ seine Fans zum Tanzen verführen.

Nicht weniger als 20 Foodtrucks laden an der Stirnseite des Germaniahafens die Kieler-Woche-Flanierer zum Schlemmen ein. Die Palette reicht vom Burger mit Fleisch vom Freilandrind über vegatarische Burritos und holländische Poffertjes bis zu Softeis, das nach originalen Rezepten vor Ort mit alten DDR-Maschinen produziert wird.

Gutes Essen macht durstig: In der neuen Craftbier-Zone können sich die Freunde des kühlen Hopfen-und-Malz-Getränks überzeugen, was die heutige Braukunst alles hergibt. Neben den beiden Lokalmatadoren Lille und Czernys Küstenbrauerei sind Stände aus Wacken, Flensburg und Leipzig, aus Schottland, Finnland und Dänemark vertreten. Thom Glas, der auch die jährlichen Kieler Craftbier-Days organisiert, setzt auf gemütliche Probierstunden bei angenehmer Live-Musik. Er hat auch Arrangements mit einigen Skippern getroffen: An Bord der Traditionsschiffe soll es gegen einen kleinen Aufpreis abendliche Tastings geben.

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