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Spielzeit 2017/2018 : Neue Theatersaison: Das sind die Höhepunkte in Kiel

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Die Zuschauer erwartet unter anderem Stück das „Luther“ von Feridun Zaimoglu. Eine Übersicht.

Kiel | Mit der Uraufführung des Theaterstücks „Luther“ setzen die Bühnen der Landeshauptstadt Kiel in der Theatersaison 2017/2018 einen Höhepunkt. „Anlass ist das Jubiläum 500 Jahre Reformation, wir machen dazu in Zusammenarbeit mit der Nordkirche außerdem eine Veranstaltungsreihe“, sagte Volker Walzer, Sprecher der Bühnen, am Montag in Kiel zur Vorstellung des neuen Spielplans.

Unter der Intendanz Daniel Karaseks - ältester Sohn Hellmuth Karaseks - hat das Kieler Theater in den vergangenen Jahren wachsenden Zuspruch verzeichnet. Er führt Regie in den Sparten Schauspiel und Oper. In der vergangenen Spielzeit waren 269.000 Besucher gekommen.

Das Stück schreibt der in Kiel lebende türkischstämmige Erfolgsautor Feridun Zaimoglu („Kanak Sprak“, „Siebentürmeviertel“), der bereits das in Kiel uraufgeführte Stück „Die Zehn Gebote“ verfasste. „Luther“ hat am 7. Oktober 2017 Premiere, Regie führt Annette Pullen. Zaimoglu hatte im Frühjahr den Luther-Roman „Evangelio“ vorgelegt.

„Während der Roman 1522 auf der Wartburg spielt, wo Martin Luther die Bibel übersetzte, ist das Theaterstück um 1540 angesiedelt“, erläuterte Walzer. Zum Inhalt: Luther lebt verheiratet in Wittenberg, ein heißer Sommer führt zu Ernteverlust und Wassermangel. Man braucht einen Schuldigen, es kommt zu einem Hexenprozess.

Die Nordkirche unterstützt die „Luther“-Aufführung finanziell. Zudem sind zur Reformationsthematik mehrere Veranstaltungen geplant. Landesbischof Gerhard Ulrich, der früher auch Theaterwissenschaften studiert hat, wird am 10. Oktober eine „exklusive Theaterpredigt“ im Rahmen der Vorstellung des Stückes halten.

Ein weiterer Saison-Höhepunkt soll am 10. März 2018 der Abschluss von Richard Wagners Opern-Tetralogie „Ring des Nibelungen“ mit der „Götterdämmerung“ werden. Regie führt Generalintendant Daniel Karasek. „Karasek hat seinen ,Ring' in einer fantastischen Märchenwelt angesiedelt“, beschrieb Walzer den Regieansatz. Zuschauer werden voraussichtlich im Mai/Juni 2018 die Möglichkeit haben, sämtliche vier „Ring“-Teile in einer einzigen Woche zu sehen. „Das ist schon ein besonderer Kraftakt für unser Opernhaus, denn die Inszenierungen sind sehr aufwendig“, sagte Walzer.

Die Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor sorgt im Konzertbereich für frischen Wind. „Vier Kandidaten werden Konzerte oder Opern dirigieren und so ihre musikalische Visitenkarte abgeben“, sagte Walzer. Noch stünden die Kandidaten nicht fest. Der bisherige Generalmusikdirektor Georg Fritzsch hatte bereits bei seiner letzten Vertragsverlängerung angekündigt, 2019 Kiel zu verlassen. Er ist seit 2003 an der Förde.

Zu den wichtigen Inszenierungen in der neuen Spielzeit gehören auch „Fame das Musical“, der Ballett-Klassiker „La Sylphide“ sowie im Theater Shakespeares „Richard III.“ in der Regie Karaseks und die deutschsprachige Erstaufführung von Roland Schimmelpfennigs in Kuba uraufgeführtem Stück „Die Straße der Ameisen“. Das Theater im Werftpark zeigt die Jugendtheater-Uraufführungen „Verloren im Packeis“, „Die Kuh Rosmarie“ und als Tanzstück „Ruf der Wildnis“ nach Jack London.

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erstellt am 03.Apr.2017 | 14:19 Uhr

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