EINSATZ : Neue Notarzt- und Rettungswache auf Ostufer

Schlüsselübergabe vor der Wache: Feuerwehr-Dezernent Wolfgang Röttgers, Feuerwehr-Amtsleiter Thomas Hinz und der Kieler  ASB-Vorsitzende Frank Ziegler (v.r.).
Foto:
Schlüsselübergabe vor der Wache: Feuerwehr-Dezernent Wolfgang Röttgers, Feuerwehr-Amtsleiter Thomas Hinz und der Kieler ASB-Vorsitzende Frank Ziegler (v.r.).

Im ehemaligen Pastorat ist ab sofort die neue Notarzt- udn Rettungswache. Jetzt wurde sie offiziell eingeweiht.

shz.de von
22. Februar 2014, 04:52 Uhr

Geplant war das nicht: Bei der offiziellen Einweihung der neuen Notarzt- und Rettungswache auf dem Kieler Ostufer sprengte ein echter Notfall die feierliche Schlüsselübergabe. Die sechs Besatzungsmitglieder starteten in ihren Fahrzeugen mit Blaulicht und Sirene zum Einsatz. Stationiert sind dort nun ein Rettungswagen sowie der Kieler Notarztwagen.

Patienten auf dem Kieler Förde-Ostufer (Gaarden-Ost, Ellerbek, Wellingdorf, Neumühlen-Dietrichsdorf, Elmschenhagen, Moorsee, Wellsee, Rönne) sowie in den benachbarten Gemeinden des Kreises Plön (Mönkeberg, Heikendorf, Laboe, Schönkirchen, Probsteierhagen, Dobersdorf, Klausdorf/Schwentinental) werden nun von der neuen Wache in Dietrichsdorf aus versorgt. Am Fuße des Wasserturms und direkt neben der Kita „Spaßbande“ liegt das Gebäude in einem ehemaligen Pastorat, das zwei neue Hallen erhalten hat. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Kiel kooperiert nicht erst seit der Planung und dem Bau eng mit dem Arbeiter Samariter Bund (ASB), der die Hallen auf eigene Kosten errichtet hat. Die Zusammenarbeit habe das aber noch gestärkt, sagte der Vorsitzende des ASB in Kiel, Frank Ziegler. Für die Dauer von 20 Jahren hat die Stadt Kiel die Wache vom ASB gemietet. Die Miete wiederum wird von den Krankenkassen refinanziert.

Der Neubau wurde notwendig, da die bisherigen Wachen für den Rettungswagen in Neumühlen-Dietrichsdorf und das Notarztfahrzeug in Schönkirchen (Kreis Plön) „nicht mehr den bautechnischen und hygienischen Anforderungen entsprach“, sagte der Kieler Feuerwehr-Dezernent Wolfgang Röttgers. Die Berufsfeuerwehr in Kiel hat für die Notfall-Versorgung einen Vertrag mit dem Kreis Plön. Mit dem neuen Standort sind alle Beteiligten zufrieden: „Er ist verkehrstechnisch sehr günstig gelegen“, betonte Wolfgang Röttgers.

Im vergangenen Jahr musste der Schönkirchener Rettungswagen zu rund 2400 Einsätzen, der Dietrichsdorfer zu etwa 3000 Einsätzen ausrücken. Nach Angaben des ärztlichen Rettungsdienstleiters der Berufsfeuerwehr Kiel, Dr. Wolfgang Lotz, steigen die Zahlen in allen Bereichen der Notarzteinsätze jährlich kontinuierlich an und werden auch komplexer.

zur Startseite

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert