Neue Kampagne: Ende 2018 sollen alle Kinder schwimmen können

Mit den Füßen im Wasser: Die Offiziellen schauten beim Schwimmtraining zu.
Mit den Füßen im Wasser: Die Offiziellen schauten beim Schwimmtraining zu.

shz.de von
05. April 2017, 12:15 Uhr

Jedes Kind soll schwimmen lernen – das ist der Grundsatz der neuen städtischen Kampagne. Im Grunde galt diese Richtlinie schon immer. Doch angesichts von maroden Schwimmbädern und fehlendem Schwimmunterricht an den Schulen war dieses hehre Ziel für lange Zeit in Vergessenheit geraten.

Doch jetzt hat die Landesregierung ein Förderprogramm zur Sanierung von Schwimmbädern aufgelegt. Vor allem aber wird die Landeshauptstadt Kiel Ende des Jahres die Tore des modernen Sport- und Freizeitbades an der Hörn öffnen. Auf Initiative von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer haben sich die Stadt und Beteiligte aus den Bereichen Schwimmen und Schule zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Erklärtes Ziel: Möglichst alle Kieler Kinder sollen spätestens am Ende der fünften Klasse das Bronze-Abzeichen erreichen. Die Kampagne setzt sich mit dem Jahresende 2018 eine ehrgeizige Frist für ihr Anliegen.

Für dieses Abzeichen müssen die Kinder vom Ein-Meter-Brett springen, mindestens 200 Meter in 15 Minuten schwimmen und aus zwei Meter Tiefe einen Gegenstand an die Wasseroberfläche holen. Anders ausgedrückt: Wer „Bronze“ abgelegt hat, hat die Angst vor dem nassen Element längst überwunden und kann sich selbstständig über Wasser halten. Was in einer Stadt, die sich „Sailing City“ nennt, nicht unwichtig ist. Denn auch beim Segeln kann man schon mal über Bord gehen.

Der Kampagne gehören neben der Stadt Organisationen wie die DLRG, die DRK-Wasserwacht, das Sportzentrum der Universität, der Kreisschwimmverband, der Sportlehrerverband und auch der Junge Rat an.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen