Bundespolizei-Einsatzschiff „Bamberg“ : Neubau für die Küstenwache wird durch den Nord-Ostsee-Kanal geschleppt

Der Rohbau der „Bamberg“ 2018 auf dem Weg nach Niedersachsen.

Der Rohbau der „Bamberg“ 2018 auf dem Weg nach Niedersachsen.

Noch ist der Neubau für die Bundespolizei See nicht einsatzbereit. 2019 sollen die drei neuen Schiffe übergeben werden.

Avatar_shz von
05. April 2018, 20:03 Uhr

Kiel | Die Schlepper „Ems Pull“ und „Hans“ haben am Donnerstag den zweiten Neubau für die Bundespolizei See durch den Nord-Ostsee-Kanal geschleppt. Frisch aus der Werft aus Klaipeda (Litauen) soll das neue Schiff nun zur Fassmer Werft nach Berne (Niedersachsen) geschleppt werden. Dort findet die Endausrüstung und Lackierung statt. Bei der Passage zeigte sich an der Schleuse in Kiel-Holtenau ein wohl einmaliger Anblick.

Die Besatzung des Bundespolizeibootes „Bayreuth“, das sich nach einer turnusgemäßen Überholung in der Peters Werft in Wewelsfleth auf dem Rückweg nach Neustadt/Holstein befand, konnte schon einen ersten Blick auf das künftige Patrouillenboot werfen.

Die zukünftigen Schiffe der Küstenwache sind ebenfalls für die Patrouille der deutschen Küstengewässer konzipiert. Sie verfügen über spezielle Hubschrauberlandedecks, die für die Landung des größten Hubschraubers der Bundespolizei, den „Super Puma“, ausgelegt sind. Darüber hinaus bieten sie Staumöglichkeiten für Container mit spezieller Missionsausstattung und können ebenfalls zusätzlich noch zwei Einsatzschnellboote mitführen.

So sollen die künftigen Schiffe für die Bundespolizei See aussehen.
Bundespolizei
So sollen die künftigen Schiffe für die Bundespolizei See aussehen.

 

Drei Schiffe mit den Namen „Potsdam“, „Bamberg“ und „Bad Düben“ der neuen Typklasse sollen die bisherigen und veralteten Küstenwachboote „Bredstedt“, „Neustrelitz“ und „Bad Düben“ ersetzen. Auch die neuen Einsatzschiffe werden als Zeichen der Verbundenheit zum Standort der Bundespolizei See ihren Heimathafen in Neustadt in Holstein haben.

Das erste von insgesamt drei Schiffen wird vollständig durch die Fassmer Werft gefertigt. Die Werft ist spezialisiert auf den Bau von Marineschiffen, Forschungsschiffen, Fähren, Yachten, SARs (Search & Rescue) und Patrouillenschiffen.

Die Patrouillenschiffe mit ihren 86 Meter langen und 13 Meter breiten Rümpfen werden den neuesten Anforderungen in Bezug auf Design, Technologie und Umweltschutz entsprechen und sollen nach Angaben der Bundespolizei See bereits im Frühjahr 2019 in den Dienst gestellt werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen