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Arrest vor Gibraltar : NDR: Streit um „Sailing Yacht A“ beigelegt

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Vor einem Gericht haben sich dem Bericht zufolge die Anwälte geeinigt. Seit Mittwoch lag das Schiff an der Kette vor Gibraltar.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 10:50 Uhr

Gibraltar | Der Streit um die Bezahlung der größten Segeljacht der Welt ist nach Informationen von NDR 1 Welle Nord beigelegt. Vor einem Gericht in Gibraltar einigten sich demnach die Anwälte des Auftraggebers der Jacht, des russischen Milliardärs Andrej Melnitschenko, und die Anwälte der schleswig-holsteinischen Werft Nobiskrug am Dienstag, berichtete ein Reporter von NDR 1 Welle Nord. Dabei gehe es um Restforderungen der Werft Nobiskrug als Projektträger in Höhe von 15,3 Millionen Euro.

Ein Nobiskrug-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, er könne sich zu dem Ergebnis in Gibraltar nicht äußern, da es der Werft noch nicht vorliege. Auch der Londoner Agent von Melnitschenko wollte sich zunächst nicht äußern.

Die in Kiel gebaute Privatjacht soll nach Spekulationen um die 400 Millionen Euro gekostet haben. Seit etwa einer Woche lag die „Sailing Yacht A“ an der Kette vor Gibraltar - erwirkt von Nobiskrug als Druckmittel. Es wurde damit gerechnet, dass die Maßnahme noch im Laufe des Tages aufgehoben wird.

Strittig ist laut NDR 1 Welle Nord gewesen, wo die Restsumme treuhänderisch liegen soll. Die Einigung sehe vor, dass die Schlussrate von 9,8 Millionen Euro weiterhin auf einem Treuhandkonto der Anwälte Melnitschenkos in London bleibe. Nobiskrug habe dies für zu unsicher gehalten. Weitere 5,5 Millionen Euro sollen den Angaben zufolge auf ein Treuhandkonto in Gibraltar fließen. Das Geld sei für Arbeiten von Subunternehmern von Nobiskrug vorgesehen.

Das Schiff war am vergangenen Mittwochmorgen für einen Versorgungsstopp in den Hafen eingelaufen. Nur Stunden später sei es dort auf richterliche Anordnung festgesetzt worden. Der offene Betrag hätte bereits bis zum 5. Februar überwiesen werden sollen - dem Tag, an dem die „Sailing Yacht A“ den zur Nobiskrug-Gruppe gehörenden German Naval Yard Kiel verlassen hatte.

Die von Designer Philippe Starck entworfene Jacht besitzt mehr als 3700 Quadratmeter Segelfläche. Das entspricht etwa der Hälfte eines Fußballplatzes spekuliert wird über einen Kaufpreis von rund 400 Millionen Euro.

Impressionen vom Abschied des Schiffes aus Kiel sehen Sie in diesem Video:

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