Hamburg-Lokstedt : NDR-Bürohochhaus in Hamburg nach Asbestfunden geschlossen

Mehr als 300 Mitarbeiter sind betroffen. Der Sender sucht nun intensiv nach Arbeitsplätzen in der Umgebung.

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22. November 2018, 12:04 Uhr

Hamburg | Der NDR hat ein Büro-Hochhaus in Hamburg-Lokstedt wegen Asbestfunden komplett geschlossen. Mehr als 300 Arbeitsplätze müssten nun provisorisch an anderer Stelle eingerichtet werden, teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Donnerstag mit. Der Sender suche intensiv nach Möglichkeiten etwa in Konferenzräumen oder Büroflächen in der Umgebung, die angemietet werden könnten. Ebenso hätten Mitarbeiter die Möglichkeit, mobil von zu Hause aus zu arbeiten. „Die Sendesicherheit ist gegeben“, hieß es.

Bei Raumluftmessungen in mehreren Etagen waren den Angaben zufolge am Mittwoch in zwei Räumen im 14. Obergeschoss Asbestfasern nachgewiesen worden. „Bei den nachgewiesenen Asbestfasern handelt es sich um Krokydolith-Asbest (sogenannter Blauasbest)“, berichtete der NDR. Zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter habe der Sender entschieden, das Haus bis zur Überprüfung aller Geschosse und der dann gegebenenfalls folgenden Sanierung sofort komplett zu schließen.

Das Gebäude stammt aus den 1970er-Jahren. „Damals war asbesthaltige Füllmasse in Fugen zwischen den Geschossdecken verwendet worden; die Füllmasse war jedoch eingeschlossen und stand nicht in Verbindung mit der Raumluft“, hieß es weiter. „Bereits in der Vergangenheit waren vorsorglich Messungen vorgenommen worden, ohne dass Belastungen der Raumluft festgestellt wurden.“ Bei Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im 12. und 13. Stock sei festgestellt worden, dass die Abdichtungen asbestgestopfter Fugen teilweise beschädigt waren.

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