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Wohnanlage Edur-Park : Nasses Richtfest für die „grüne Oase“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der erste Rohbau der Wohnanlage im Edur-Park steht. Ab Frühjahr 2018 sind die ersten der insgesamt 114 Eigentumswohnungen bezugsfertig.

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erstellt am 30.Jun.2017 | 14:10 Uhr

Das Wetter passte nicht ganz zum glücklichen Event, stellte Ulf Kämpfer fest, nachdem er sich im Dauerregen durch das Labyrinth aus Pfützen auf der Baustelle der künftigen Wohnanlage „Edur-Park“ gekämpft hatte. Zehn Monate nach der Grundsteinlegung feierte das Bauprojekt zwischen Hamburger Chaussee und Wulfsbrook gestern Richtfest. „Es ist beeindruckend, was seitdem hier passiert ist“, sagte Kiels Oberbürgermeister mit Blick auf den ersten fertig gestellten Rohbau der Anlage. „Wir brauchen dieses Tempo“, betonte Kämpfer angesichts der wachsenden Landeshauptstadt. „Wir wachsen leider zu langsam, was den Wohnungsbau angeht.“

Insgesamt zehn Gebäude errichtet das Immobilienunternehmen „Deutsche Invest Immobilien“ (D.I.I.) auf dem 18  000 Quadratmeter großen Gelände, auf dem sich einst mehr als 80 Jahre lang die „Edur“-Pumpenfabrik Eduard Redlien befand. Jede der insgesamt 114 Eigentumswohnung zwischen 60 und 140 Quadratmetern verfügt über einen Balkon oder eine Terrasse. Zwar sei das Bauprojekt Edur-Park „anstrengend, was die Logistik betrifft“, sagte D.I.I.-Geschäftsführer Frank Wojtalewicz, aber „es wird eine schöne grüne Oase in Kiel“. Denn die Wohnanlage liegt im Stadtteil Hassee nicht nur in einer grünen Umgebung, sie soll auch selbst begrünt werden, kündigte Wojtalewicz an: „Wir werden die Begrünung in den Innenhöfen ausbauen und Spielplätze einrichten.“ Zudem haben die barrierefreien Wohnungen im Erdgeschoss eigene Grundstücksanteile.

Der Quadratmeter kostet im Edur-Park zwischen 2900 und 3600 Euro. Damit richte sich das Konzept der Wohnanlage bewusst an einem heterogenen Klientel aus, so Wojtalewicz: „Wir beabsichtigen eine vernünftige Durchmischung mit drei Generationen, also ältere Leute, Familien, aber auch Singles.“ Von 76 Wohnungen des ersten Bauabschnittes sind schon 57 Einheiten verkauft, von den 35 Wohnungen des zweiten Bauabschnittes ist es bereits die Hälfte. Dabei müssen die frischgebackenen Wohnungseigentümer noch ein wenig Geduld aufbringen, immerhin rechnet Frank Wojtalewicz erst im Frühjahr 2018 mit den ersten Einzügen.

Ralf Braun wollte sich die gestrige Erstbesichtigung des neuen Gebäudes nicht entgehen lassen. Sein in Genf lebender Sohn hat sich im Edur-Park zwei Wohnungen als künftige Wertanlage gekauft. „Es sind tolle Wohnungen mit einer tollen Aussicht“, sagte Ralf Braun. Begeistert ist auch Manfred M.* von seinen neuen vier Wänden im Edur-Park: „Die Wohnungen haben einen schönen Charakter, sie liegen stadtnah und im Grünen.“ Andere Bauprojekte in der Innenstadt wie die Alte Feuerwache oder das Schlossquartier seien M. zu teuer gewesen. „Und man lebt da nur zwischen Betonklötzen. Ich will nicht, dass mir jeder auf den Teller schauen kann.“ Bei seiner neuen Wohnung im Edur-Park habe der Kieler sogar Wünsche äußern dürfen. So wurde auf seinen Vorschlag hin eine der Leichtbauwände für das zukünftige Büro von Manfred M. versetzt. „Aber da muss man dann auch ganz ordentlich drauflegen“, so M.

Die Wohnanlage Edur-Park ist bereits das zweite Bauprojekt von D.I.I. – erst vor wenigen Wochen feierte das Immobilienunternehmen Richtfest eines Wohnquartiers mit 24 Eigentumswohnungen in Schilksee.

Jetzt sei die Zinslage günstig, jetzt gelte es, die Chance für den Wohnungsbau in Kiel zu nutzen, betonte Ulf Kämpfer. „Wir müssen uns die Frage stellen, wo die nächsten Wohnungen entstehen können.“ Denn die Landeshauptstadt verliere mehr und mehr Menschen an die Umlandgemeinden. „Es bricht mir das Herz, wenn Leute, die seit Jahrzehnten in Kiel gelebt haben, die Stadt verlassen“, so Kämpfer. Frank Wojtalewicz hat laut eigener Aussage weitere Projekte für Kiel im Auge. Welche das sind, wollte der D.I.I.-Geschäftsführer allerdings nicht verraten.*

*Name redaktionell geändert

 

 

 

 

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