LKA-Ermittlungen : Nach Polizeieinsatz in Kiel: 29-Jähriger in Fachklinik eingewiesen

Die Polizei gibt den Durchgang zum Hörn Campus wieder frei.

Die Polizei gibt den Durchgang zum Hörn Campus wieder frei.

Der Mann soll an der Hörn „Allahu Akbar“ gerufen haben. Es besteht aber kein terroristischer Hintergrund.

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05. Juni 2018, 08:17 Uhr

Kiel | Der 29 Jahre alte Mann, der am Montagnachmittag einen großen Polizeieinsatz im Bereich des Hörn Campus in Kiel ausgelöst hat, ist noch am Montag in eine Fachklinik eingewiesen worden. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Es besteht kein terroristischer Hintergrund. Der Einsatz sorgte jedoch für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Laut Zeugenaussagen soll der Mann gestikulierend und rufend umhergelaufen sein. Ein Zeuge sei unter anderem der Studioleiter von sat.1 Regional, Albert Albers, gewesen, wie der Sender mitteilt. Er habe aus dem Gebäude des Hörn Campus heraus einen Mann beobachtet, der „Allahu Akbar“ gerufen und die Menschen damit erschreckt habe. Er wurde widerstandslos festgenommen.

Nach Gesprächen mit einem hinzugerufenen Amtsarzt entschied dieser, den 29-Jährigen wegen psychischer Auffälligkeiten in eine Fachklinik einzuweisen. Die Aufnahme erfolgte umgehend. Der Mann ist in Deutschland geboren, besitzt aber die griechische Staatsangehörigkeit. Er ist der Polizei bislang wegen kleinerer Delikte bekannt.

Da ein terroristischer Hintergrund nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgeschlossen wird, soll nun überprüft werden, ob und welche Straftatbestände in Frage kommen. Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat dazu die weiteren Ermittlungen übernommen.

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