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Kronshagen bei Kiel : Nach Brand bei der Feuerwehr: Mannschaft bekommt Leihwagen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kurz nach dem Feuer, das Fahrzeuge und die technische Ausstattung vernichtete, ist die Wehr wieder einsatzbereit.

Kronshagen | Nach dem Großbrand, der die Fahrzeughalle und nahezu die gesamte Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Kronshagen in der Nacht zu Mittwoch zerstörte, konnte Gemeindewehrführer Christian Esselbach bereits am Donnerstag gegen 17 Uhr melden: „Wir sind wieder einsatzbereit“. Die Spende befreundeter Wehren macht’s möglich.

Sowohl Esselbach als auch der stellvertretende Wehrführer des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Fritz Kruse, waren überwältigt von der Welle der Hilfsbereitschaft, die die Wehr erfahren durfte. „Es gab eine riesige Resonanz aus ganz Deutschland – von Feuerwehren, aber auch anderen Organisationen wie beispielsweise dem Technischen Hilfswerk“, sagte Kruse. Für ihn ist es beispielhaft, wie die Feuerwehren zusammenhalten. Selbst aus Wolfsburg und Leverkusen kamen Hilfsangebote, wie Esselbach ergänzte.

Kronshagens Bürgermeister Ingo Sander lobte seine Feuerwehr, die bereits am Mittwoch in Arbeitsgruppen begonnen hatte, die Zukunft zu planen. „Die krempeln die Ärmel hoch nach dem Motto ‚Wir schaffen es‘“, so Sander, der besonders auch die Unterstützung der Landeshauptstadt hervorhob.

Am Donnerstag wurden bei der Kieler Berufsfeuerwehr insgesamt fünf Fahrzeuge an die Kronshagener übergeben: Die Kieler stellen ein Tanklöschfahrzeug (TLF) und ein Hilfeleistungs-Löschgruppen -Fahrzeug (HLF) zur Verfügung, ein weiteres HLF kommt von der Landesfeuerwehrschule, ein Führungskraftwagen und ein Rüstwagen stellt der Kreisfeuerwehrverband aus dem Bestand des Katastrophenschutzes. Die Kieler Wehr unterstützt die Kronshagener Kollegen zudem mit Schutzkleidung sowie Atemschutzgeräten inklusive Wartung und Pflege.

„Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, hier zu helfen“, so Kiels Feuerwehrdezernet Wolfgang Röttgers. Kiels Feuerwehrchef Thomas Hinz betonte, dass die Kieler Wehr durch die materielle Hilfe in der eigenen Arbeit nicht beeinträchtigt sei, da es sich bei Fahrzeugen und Ausrüstung um Reservebestände handelt.

Neue Erkenntnisse zur Brandursache liegen noch nicht vor, die Ermittlungen der Polizei laufen an, wie Esselbach sagte. Er hofft, dass in etwa einem Jahr das Gebäude wieder steht. Bis alles aber wieder so „rund“ läuft wie vor dem verheerenden Brand, können nach seiner Schätzung noch drei Jahre ins Land gehen.  

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erstellt am 24.Feb.2017 | 07:00 Uhr

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