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Vulpés : Nach Aus in der Höhle der Löwen: Kieler Startup bekommt ein anderes Investment

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Juroren konnten sie nicht überzeugen. Trotzdem starten die Kieler mit ihrer beheizbaren Kleidung jetzt voll durch.

von
erstellt am 15.Nov.2017 | 11:45 Uhr

Kiel | Die Spannung war groß am Dienstagabend. Das Kieler Paar Johanna Wiese (24) und Rustam Ismailov (30) kämpfte in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ um eine Finanzspritze. Ihre Geschäftsidee: Beheizbare Mützen und Einlegesohlen, wobei die Wohlfühltemperatur per Smartphone-App steuerbar ist. Für die Weiterentwicklung und die Positionierung ihrer Produktlinie Vulpés brauchten die ambitionierten Jungunternehmer Kapital.

Was ist „Die Höhle der Löwen“?

In der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“, die immer dienstags ab 20.15 Uhr bei Vox läuft, stellen Gründer einer Jury aus deutschen Investoren ihre Geschäftsideen vor, um mindestens einen von ihnen zu überzeugen, in das Geschäft einzusteigen. Gelingt dies, erhalten die Gründer eine Finanzspritze. Die Investoren unterstützen die Jungunternehmer zudem mit ihrem Knowhow. In der aktuellen 4. Staffel der TV-Show sitzen folgende Investoren in der Jury: Frank Thelen, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Dagmar Wöhrl.

200.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile – so lautete das Angebot, das die Gründer den Löwen machten. Das Verkaufsgespräch – der sogenannte Pitch – war eines ihrer ersten und dann gleich vor laufender Kamera. „Wir waren natürlich super nervös“, erzählt Geschäftsführer Ismailov. „Johanna hat das aber klasse gemacht.“

Und zunächst schien es auch gut zu laufen. Die Juroren waren durchaus angetan von Funktionalität, Design und Material. Auch darüber, dass das Thema „intelligente Kleidung“ ein riesiger Zukunftsmarkt sei, waren sich alle einig.

Dennoch reichte es für die beiden Kieler am Ende nicht. Ein Investor nach dem anderen stieg aus. Ralf Dümmel lehnte ab, da er bereits in beheizbare Sohlen investiere. Anderen waren die Einschätzungen der Gründer zur Umsatzentwicklung zu vage. Carsten Maschmeyer: „Zu viel Zukunft, zu wenig Gegenwart. Zu viele Fragen, zu wenig Antworten. Da der Preis, den Sie aufrufen, sehr heiß ist, bekomme ich kalte Füße." Frank Thelen empfahl, sich zukünftig auf ein Produkt zu fokussieren.

Auftritt war trotzdem ein Erfolg

Auch wenn es kein Geld für die Kieler gab, sei der Auftritt bei den Löwen keineswegs umsonst gewesen, betont Ismailov. „Wir haben viel gelernt und wertvolle Tipps bekommen.“

Die beiden haben sich nicht beirren lassen. „Auch dank der Erfahrungen aus der Sendung haben wir unseren Pitch verbessert. Wichtig war, dass wir unsere Kernkompetenz – nämlich das System der Vernetzung – stärker hervorheben. Unser Portfolio haben wir durch Handschuhe und Oberbekleidung erweitert – also eigentlich das Gegenteil von dem getan, was Frank Thelen uns geraten hat.“

Seit der Aufzeichnung im Januar waren die Gründer weiter intensiv auf der Suche nach Geldgebern – und hatten damit vor kurzem Erfolg: „Wir haben mehrere Investoren gefunden und erhalten jetzt insgesamt sogar 400.000 Euro“, freut sich Ismailov. Damit können die Kieler jetzt voll durchstarten.

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