Weltsprache Musik : Multi-Kulti im Tonstudio des Musiculums

Prächtige Stimmung im Musiculum: Junge Musiker aus den unterschiedlichsten Ländern üben fürs Finale.
Prächtige Stimmung im Musiculum: Junge Musiker aus den unterschiedlichsten Ländern üben fürs Finale.

Dass Musik eine internationale Sprache ist, die von jedem gutwilligen Menschen verstanden wird – das beweist das Programm „Willkommen, Ankommen, Angenommen?“ derzeit im Kieler Musiculum.

shz.de von
18. Juli 2018, 18:05 Uhr

Junge Flüchtlinge, die zumeist 2015 in Kiel gestrandet waren, beschäftigen sich zehn Tage lang in einem Video- und einem Musikprojekt mit ihrem jetzigen „Hier“, mit ihrer persönlichen Situation und mit ihren Perspektiven. Die Teilnehmer kommen, wie Claudius Carstens und Fabian Finaske erzählen, aus insgesamt elf verschiedenen Ländern. Entsprechend bunt sind die Musikauswahl, die Instrumente und auch die Sprachen, die im Tonstudio des Musiculums zu hören sind. Die erst 15-jährige Hajala aus Ghana gehört mit ihrem Reggae-Rap ebenso zu den neu entdeckten Solo-Künstlern wie Mahdi (17) aus Afghanistan. Und Elias, im Alter von fünf Jahren im Iran erblindet, besticht durch sein ungewöhnliches Hörgefühl. Der heute 18 Jahre alte Flüchtling spielt Flöte und ist ebenfalls mit Solo-Passagen vertreten.

„Willkommen, Ankommen, Angenommen?“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes mit der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten (ZBBS)sowie dem städtischen Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen. Wer erleben will, was der internationale Nachwuchs an Musik- und Videokunst fabriziert hat, sollte morgen ins Musiculum (Stephan-Heinzel-Straße) kommen: Ab 14.30 Uhr werden die künstlerischen Ergebnisse öffentlich vorgeführt.

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