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Müllverbrennung bedankt sich bei Anwohnern und Umweltbeirat

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

von
erstellt am 18.Mai.2017 | 12:54 Uhr

Vor 25 Jahren wurde der Umweltbeirat der Müllverbrennung Kiel (MVK) ins Leben gerufen. Um dieses Jubiläum gemeinsam mit den Anwohnern zu feiern, lädt die MVK unter dem Motto „Auf gute Nachbarschaft“ zum Anwohnerfest am morgigen Sonntag von 10 bis 16 Uhr ein.

Seit 75 Jahren besteht die Müllverbrennung am jetzigen Standort des Theodor-Heuss-Rings 30. Nach der Verabschiedung des Bundesimmissionsschutzgesetzes wurde die Anlage zur thermischen Abfallbehandlung im Jahre 1996 modernisiert. „Seitdem zählt die MVK zu den immissionsärmsten und energie-effizientesten Anlagen Deutschlands“, erklärt Dr. Frank Ehlers, MVK-Geschäftsführer. 1992 wurde zudem der Umweltbeirat ins Leben gerufen. Entsandt unter anderem von Organisationen wie dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Industrie- und Handelskammer Kiel, dem Ortsbeirat Hassee-Vieburg und dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Altholstein begleiten die aktuell elf Mitglieder des Umweltbeirats den Anlagenbetrieb seither kritisch und beratend.

Dr. Stefan Anderssohn, Vorsitzender des MVK-Umweltbeirats: „Ich selbst lebe im direkten Einflussbereich der Anlage und sehe den Umweltbeirat als Grundlage für den Austausch zwischen den Anwohnern und MVK.“ Oliver Voigt, Vorsitzender des Ortsbeirats Vieburg/Hassee und Mitglied des Umweltbeirates: „Es ist ein ungewöhnliches Phänomen, eine Müllverbrennung im stadtnahen Bürgergebiet zu haben.“ Dennoch: „Wir schaffen eine proaktive Transparenz und nehmen die Anwohner bei allen Entscheidungen mit.“ Seit Bestehen des Beirates habe es, so Voigt, keine Beschwerde seitens der Anlieger gegeben. „Wir haben im Orts- und Umweltbeirat mit den Anwohnern über die Jahre ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut.“

Das Anwohnerfest soll ein „Dankeschön“ an den Umweltbeirat und die Anwohner sein, sagt Geschäftsführer Ehlers. „Wir betrachten es als ein Zusammensein mit Essen, Trinken und der bei Kindern so beliebten Riesenrutsche.“ Die Besucher lernen vor Ort die Arbeit des Umweltbeirates kennen und können zudem an Rundgängen in der Müllverbrennungsanlage teilnehmen. „Jeder kann sich ein Bild davon machen, was hier passiert“, so Ehlers. „Wir wollen kein abgeschottetes Industriegebäude sein, sondern Transparenz schaffen.“ Für die Rundgänge melden sich Interessierte unter www.mvkiel.de an.

140  000 Tonnen Abfall werden jedes Jahr bei MVK verbrannt. Mit 230  000 Megawattstunden jährlich deckt die Anlage 20 Prozent des Wärmebedarfs der Landeshauptstadt.




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