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Hergerichtet : Moorteichwiese wird wieder zum Park

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

300 000 Euro hat sich die Stadt die Herrichtung des alten Parks auf der Moorteichwiese kosten lassen. Dabei musste insbesondere die Ruine der früheren Actien-Brauerei abgesichert werden. Das kühle Gemäuer dient heute als Quartier für Fledermäuse.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2015 | 10:59 Uhr

Hinter dem größeren und deutlich bekannteren Wertpark auf dem Kieler Ostufer fristete das Areal rings um die Moorteichwiese jahrzehntelang ein Schattendasein. Zu Unrecht, war doch der stark hügelige, um 1900 angelegte Park einer der ersten Volksparks in deutschen Landen, wie Landschaftsarchitektin Mareile Fischer weiß. Gemeinsam mit ihrem Büro hat die Stadt vor zwei Jahren damit begonnen, das Gelände zwischen Königsweg und Winterbeker Weg attraktiver zu machen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie gestern die Ortsbesichtigung zeigte.

Neue Wege mit maximal zehn Prozent Steigung machen den Park jetzt auch für Rollstuhlfahrer und Radler nutzbar. Die dunkle Ruinenlandschaft ist verschwunden, was aus Sicherheitsgründen wichtig ist. Die Überbleibsel der alten Kieler Actien-Brauerei – die ab 1870 kühle Gewölbe in den Hang legte – waren vor Jahren eingestürzt. Es drohte Gefahr für die benachbarten Wohnhäuser, von der Evakuierung waren zeitweilig 200 Menschen betroffen.

Die Reste des Braukellers, in dem heute Hunderte von Wasser-Fledermäusen leben, sind gesichert. Sobald der Rechtsstreit mit einer beteiligten Baufirma erledigt ist, sollen auch die Zäune verschwinden, verspricht der städtische Planer Andreas Schützmann. 300  000 Euro hat dieser erste Teil gekostet, dem zwei weitere Abschnitte folgen sollen.

Bürgermeister Peter Todeskino und Petra Holtappel als kommissarische Leiterin des Grünflächenamtes machten gestern gleich den Praxistest auf den neuen Wegen. Mit ihren Drahteseln fuhren sie die Anhöhe hinauf. Oben angekommen waren sie nur leicht außer Atem.

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