DSDS-Kandidatin : Molly Sue Horn: Laboe als Heimathafen – die Bühnen der Welt im Blick

Molly Sue Horn aus Laboe erlangte durch die Casting-Show „The Voice Kids“ deutschlandweite Berühmtheit.
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Molly Sue Horn aus Laboe erlangte schon durch die Casting-Show „The Voice Kids“ deutschlandweite Berühmtheit. Aus dieser Zeit hat sie noch viele Freunde.

Die 17-jährige Sängerin steht nach einem überzeugenden Auftritt im Recall der Casting-Show. Ihren musikalischen Erfolg will sie sich aber selbst erarbeiten.

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24. Januar 2018, 18:19 Uhr

Laboe | Er ist unschwer zu erkennen, dass sie hier verwurzelt ist. Bei dem kurzen Spaziergang zum Strand werden Molly Sue und ihre Mutter Franziska Horn so einige „Hallos“ und „Moins“ los. Man kennt sich in Laboe. Das weiß die 17-jährige Molly zu schätzen. Denn bei all dem derzeitigen Trubel um ihre Person tue dieser Ruhepol gut. „Hier kann ich einfach nur Molly sein. Das Dorf unterstützt mich riesig, aber man behandelt mich halt wie früher.“

DSDS klopfte bei ihr an

Wie früher – also bevor die Schülerin durch ihren Durchmarsch bis ins Halbfinale der Casting-Show „The Voice Kids“ deutschlandweite Berühmtheit erlangte. Das ist jetzt bald drei Jahre her. Seitdem hat sich vieles getan. Fangeschenke und -briefe, regelmäßige Auftritte – darunter auch Highlights wie bei der Kieler Woche oder beim Seebrückenfest –, ein eigener Youtube-Kanal mit mittlerweile fast 30.000 Abonnenten, gut 88.000 Fans folgen ihr zudem auf Instagram.

Und vor Kurzem klopfte nun RTL bei ihr an, lud sie zum Casting für die Show „Deutschland sucht den Superstar“ ein. Viermal „Ja“ hieß es nach ihrem ersten Auftritt – mit ihrer Interpretation von Christina Aguileras „Something's got a hold on me“ überzeugt sie die Jury rund um Dieter Bohlen. „Ich war schon nervös, seine Meinung war mir besonderes wichtig“, gibt Molly Sue zu.

Der Auftritt im Video:

Die „Recall“-Sendung ist bereits gedreht, wann sie ausgestrahlt wird, steht allerdings noch nicht fest. Ob Molly Sue es in die nächste Runde geschafft hat, darf sie nicht erzählen.

In der 7. Klasse hat es Klick gemacht

Gesungen habe die Laboerin eigentlich schon immer gern und viel. Bei langen Autofahrten in den Urlaub etwa und auch Zuhause. Auch Lehrer und Kindergärtner versicherten ihren Eltern früh, dass ihre Tochter ein besonderes Talent habe. Dass dahinter aber mehr als nur ein Hobby stecken könnte, das habe Mutter Franziska Horn lange nicht realisiert.

Zwar stand ihre Tochter immer gern auf der Bühne, tanzte jahrelang im Kinderzirkus. „Aber erst als Molly in der 7. Klasse bei einem Weihnachtsbasar der Schule vor rund 500 Leuten sang und ich sah, welche Wirkung sie auch auf andere hat – da hat es bei mir Klick gemacht“, erzählt die 49-Jährige gegenüber shz.de.

Klick gemacht hat es spätestens da auch bei Molly selbst. „Ich wusste, ich will Musik machen“, sagt die 17-Jährige und strahlt über das ganze Gesicht. Es folgte die Anmeldung bei „The Voice Kids“ – der Rest ist Geschichte.

Superstar ja – aber nicht um jeden Preis Deutschlands Superstar

Das Musikgeschäft möchte sie nun von der Pike auf lernen. In einem kleinen Studio in Laboe nimmt sie Coversongs für ihren Youtube-Kanal auf, auch an eigenen Liedern arbeitet Molly Sue bereits. Als nächstes steht Klavierunterricht auf dem Programm. 

Dabei vernachlässigt die Laboerin auch die Schule nicht. „Es muss schließlich auch einen Plan B geben.“ Derzeit geht sie in die 12. Klasse, plant ab Sommer ein Highschool-Jahr in den USA, danach steht das Wirtschaftsabitur an.

Auch Mutter Franziska ist wichtig, dass ihre Tochter sich nicht auf eine Casting-Show verlässt. Da wird man schnell hochgejubelt, aber es kann auch schnell zu Ende gehen. Uns ist beständiger Erfolg wichtiger, als schneller.“

Angesprochen auf ihre Vorbilder nennt Molly gleich mehrere Namen. Eine breite Palette. Von Michael Jackson, über Justin Bieber bis hin zu Philipp Poisel. „Alle Künstler, die es schaffen, mit ihrer Musik Menschen zu berühren, bewundere ich“, betont die 17-Jährige. Und genau das sei auch ihr Ziel.

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