Gelände bei Lütjenburg : Mögliche Sexualtat auf Truppenübungsplatz: Anklage gegen Unteroffizier

Der 29-Jährige muss sich wohl vor Gericht verantworten. Details will die Staatsanwaltschaft nächste Woche bekanntgeben.

shz.de von
19. Juni 2018, 15:44 Uhr

Kiel/Panker | Gut sieben Monate nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs will die Kieler Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Unteroffizier der Bundeswehr erheben. Die Ermittlungen in dem Fall seien abgeschlossen, die Behörde bereite eine Anklage vor, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Dienstag. Nähere Angaben dazu könne er frühestens in der kommenden Woche machen.

Gegen den 29 Jahre alten Unteroffizier wird seit November 2017 wegen einer möglichen Sexualtat an zwei Soldatinnen auf einem Truppenübungsplatz im Kreis Plön ermittelt. Auf dem Gelände bei Lütjenburg hatte es zuvor eine Schießübung gegeben, die am 9. November zu Ende ging. Danach soll es ein Trinkgelage gegeben haben.

Bei den mutmaßlichen Opfern handelt es sich um zwei zum damaligen Zeitpunkt 18 und 22 Jahre alte Frauen. Die Bundeswehr hatte personelle Konsequenzen aus den Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft gezogen und den Soldaten vom Dienst suspendiert.

Der Soldat gehört zur Flugabwehrraketengruppe 21, die zwei Standorte in der Nähe von Rostock in Mecklenburg-Vorpommern hat.

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