Pläne des Bildungsministeriums : Mobbing und Gewalt an Schulen: SH will mit Datenbank Fakten schaffen

800 Schulen im Land sollen Fälle und deren Hintergründe melden.

shz.de von
27. Juli 2018, 07:47 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will konsequent gegen fremdenfeindliches oder religiös motiviertes Mobbing an Schulen vorgehen. „Für diese Fälle darf es keine Toleranz geben, wir müssen die Opfer besser schützen“, sagte Prien der Deutschen Presse-Agentur.

Die aktuelle gesellschaftliche Diskussion dürfe nicht dazu genutzt werden, Ressentiments gegen Muslime zu schüren. Mit Hilfe der Schulen will das Bildungsministerium vom kommendem Schuljahr an eine Datenbank über Gewalt und Mobbing einsetzen. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ über dieses Vorgehen berichtet.

Die knapp 800 Schulen sollen aktuelle Fälle und deren Hintergründe melden. Schleswig-Holstein nimmt damit nach Ministeriumsangaben eine Vorreiterrolle im Bildungsbereich ein. Laut der Behörde gebe es schlicht zu wenig Fakten zu diesem Thema, parallel hätten aber viele Menschen das Gefühl, die Fälle häuften sich. „Wir wollen mehr wissen, um bessere Prävention betreiben zu können“, sagte Prien.

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