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Sommeroper : Mit „Turandot“ zum Weltrekord

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Skepsis ist gewichen, die Angst vor dem schleppenden Kartenverkauf verschwunden. In ihrer Bilanz zur Kieler Sommeroper „Turandot“ spricht die Theaterleitung jetzt von einer „Erfolgsgeschichte“.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 18:18 Uhr

Es hatte sich vor drei Wochen wie eine bittere Drohung angehört. Bei der Pressekonferenz zur Sommeroper „Turandot“ auf dem Rathausplatz sprach Kiels Theaterchef Daniel Karasek vom schlechten Vorverkauf. Mit ernster Miene verkündete er, dass die hochgelobte kostenlose Übertragung der Sommeroper in die Stadtteile auf Dauer nur gewährleistet ist, wenn auch die Eintrittskarten zu den acht kostenpflichtigen Vorstellungen vor dem Opernhaus ihre Abnehmer finden.

Nun: Nach Abschluss der einwöchigen Sommeroper „Turandot“ ist Karaseks Pessimismus dem Triumphgefühl gewichen. Die Theaterleitung spricht in ihrer Bilanz jetzt selber von einem „Rekord“ und von einer „Erfolgsgeschichte“. Mit 97 Prozent Buchung waren wie schon in den Vorjahren alle acht Vorstellungen nahezu ausverkauft. „Die Produktionskosten von 620  000 Euro haben wir dank der Sponsoren sowie der Ticket-Erlöse wieder einnehmen können“, meldete gestern Rolf-Peter Carl, der kaufmännische Theater-Direktor.

Insgesamt haben damit über 25  000 Menschen Giacomo Puccinis letzte Oper „Turandot“ verfolgt – ein weltweiter Rekord. Über 10  000 Zuschauer erlebten die Oper vom 15. bis 23. Juli auf dem Rathausplatz, weitere 15  000 waren bei den „Public Viewings“ am Premierenabend dabei: am Bootshafen und am Heidenberger Teich, auf dem Blücherplatz, auf dem Vinetaplatz, am Skagerrakufer in Friedrichsort und auf dem Marktplatz in Preetz. Erstmals wurde die Sommeroper auch außerhalb der Kieler Stadtgrenzen gezeigt.

Damit ist die Diskussion um die kostenlosen Live-Übertragungen vorerst beendet. Was auch Irma Parker und Elke Kock freuen dürfte. Die beiden Frauen aus Oppendorf und Schönkirchen waren zur Premiere nach Gaarden geradelt. Und bereut haben sie ihren kilometerlangen Abstecher zum Vinetaplatz nicht. Ganz im Gegenteil: „Es war eine herrliche Aufführung, es war ein herrlicher Abend.“



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