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Gründer-Show von Vox : Mit Fischbrötchen zu den TV-„Löwen“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von der Förde ins Fernsehstudio: Morgen Abend zeigt Vox, ob die Gastronomen Philipp Dornberger und Daniel Gieseler aus Kiel die fünf Investoren begeistern konnten.

Einen Kapitän sollte ja eigentlich so schnell nichts erschüttern. Aber Daniel Gieseler (34), selbsternannter Käpt’n der Kieler „Fischbar“, stand dann doch kurz vor einer Ohnmacht, auf dem Weg von der Kieler Förde ins Fernsehstudio von Vox. „Mir ist schwarz vor den Augen geworden“, erzählt Gieseler. Jetzt, wo er den Auftritt bereits hinter sich hat, kann er schon wieder ein Grinsen über sein vollbärtiges Seebären-Gesicht schicken. Klar, dass da Häme aus ihm spricht, als er auf seinen „Steuermann“ Philipp Dornberger (34) hinweist, dem während des Drehs aus Nervosität heiß und kalt wurde.

Die beiden Kieler Jungs haben sich mit ihren maritimen Snacks in der Landeshauptstadt und darüber hinaus seit Mai 2012 einen Ruf für gute Fischbrötchen erarbeitet. An mittlerweile zwei Standorten (Kiellinie und Ostseekai) verkaufen sie ihre Goldrauch-Matjes, Fischfrikadellen, Fish & Chips und Co. Jetzt wollen sie wachsen, mit ihren Rezepten mit Anspruch auf Regionalität und Nachhaltigkeit auch Hamburg hungrig machen. Nun brauchen sie Geld. Sie rechnen mit einer Investition von 80 000 Euro. Dafür trauen sich die Fischköppe in die „Höhle der Löwen“, eine neue, achtteilige Gründer-Show mit Wurzeln in den USA. Die hat der Privatsender Vox gestartet, um fünf bekannte Gesichter aus der Wirtschaft auf Nachwuchs-Unternehmer loszulassen – Vural Öger, Judith Williams, Jochen Schweizer, Frank Thelen und Lencke Wischhusen. „Wen die „Löwen“ in ihre Höhle lassen, der hat die Chance auf den Deal seines Lebens“, wirbt Vox. Mit dem Wissen und dem Geld der „Löwen“ könnten aus kleinen Firmen „lukrative Unternehmen“ werden. Dafür allerdings müssen sie sich vor der Jury präsentieren.

Manche Geschäftsideen, das wissen die Zwei von der „Fischbar“, werden von den „Löwen“ zerrissen. „Die Firmen verschwinden dann auch schnell vom Markt“, sagen Philipp Dornberger und Daniel Gieseler. Andere Gründer hingegen schaffen es, den „Löwen“ das Maul wässrig zu machen. Ein oder mehrere Investoren steigen dann ein, bekom men dafür Firmenanteile, vielleicht auch eine Umsatzbeteiligung.

Dornberger und Gieseler sind bereit, ihnen 20 Prozent Anteile anzubieten. Allerdings, das geben sie zu, haben sie sich die Teilnahme lange überlegt. Sie haben sich gefragt, wie viel sie dafür aufgeben müssen. Letztendlich war es ihnen die Chance Wert: „So was gibt es nicht jeden Tag“, meint Gieseler, der „Kapitän“. Und „Steuermann“ Dornberger ergänzt: „Falls wir den Deal nicht bekommen, expandieren wir trotzdem. Es dauert dann eben ein Jahr länger.“ Mehr verraten darf er nicht.

Heuern die „Löwen“ bei der „Fischbar“ an? Das sehen die Zuschauer am morgigen Dienstag, 30. September, um 20.15 Uhr im TV. Philipp Dornberger und Daniel Gieseler haben sich schon mit ihrem Team zum Fernsehen verabredet. Dazu gibt’s dann mal keine Fischbrötchen. Sondern Pizza vom Bringdienst.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 06:10 Uhr

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