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Theater-Ausblick : Mit der Sommeroper in die Saison

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Kieler Theater stellte gestern das künstlerische Programm für die neue Spielzeit 2015/2016 vor. Start ist bereits im August, wenn „Nabucco“ mit dem berühmten Gefangenenchor als Open-Air-Veranstaltung auf dem Rathausplatz angeboten wird.

Mit deutschsprachigen Erstaufführungen und erfolgreichen Klassikern, mit einer Ballettgala zur Kieler Woche, einem musikalischen Geschenk zum 350-jährigen Bestehen der Kieler Universität, einer szenischen Lesung anlässlich der Skagerrak-Schlacht vor 100 Jahren und sommerlichen Freilicht-Aufführungen auf dem Rathausplatz geht das Theater Kiel in die neue Spielzeit 2015/2016. Generalintendant Daniel Karasek sprach gestern bei der Vorstellung des Programms von einem „schönen Zustand voller Träumereien“ Getragen wird seine Euphorie von der Tatsache, dass die aktuellen Besucherzahlen in der (noch nicht beendeten) Saison „über Plan liegen“. Selbst das langjährige Sorgenkind, das Ballett, sei mit seiner hohen Auslastung ein entscheidender Faktor geworden.
> Sparte Oper: 20 Jahre nach der letzten Kieler Inszenierung von Richard Wagners „Vier-Abend-Oper“ schmiedet Kiel an einem „neuen Ring über Aufstieg, Zerfall und Untergang einer Weltordnung“. Vorgesehen sind „Rheingold“ (Premiere am 26. September) und „Walküre“ (12. März). Neu im Programm sind ebenfalls Verdis Oper „Nabucco“ mit dem berühmten Gefangenenchor (ab 22. August auf dem Rathausplatz), „My Fair Lady“ (7. November), „Carmen“ (12. Dezember), „Tosca“ (30. Januar) sowie „Orpheus und Eurydike“ (7. Mai).
> Sparte Schauspiel: Mit Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ (Premiere: 25. September) sowie dem atheistischen Gegenentwurf, dem Brecht-Klassiker „Baal“ (9. Oktober), liefern die Theatermacher zwei Beiträge zur aktuellen Debatte um Glaubenskriege. Mit Ayckbourns „Schöne Bescherungen“ bricht am 20. November dann die Komödienzeit an. Weitere Premieren: Simon Stephens’ „Blindlings“ als erste Aufführung im deutschsprachigen Raum (15. Januar), Wedekinds „Frühlings Erwachen“ (26. Februar), Strindbergs „Fräulein Julie“ (27. Mai). Hinzu kommen als Auftragsarbeiten „Die zehn Gebote“ – in Interpretationen von Feridun Zaimoglu sowie von Shlomo Moskovitz (beide am 15. April). Im Studio stehen an: Schnitzlers „Else“ (27. September), Mankells „Butterfly Blues“ (17. Januar) sowie „Wintersonnenwende“ von Roland Schimmelpfennig (28. Februar). Als Weihnachtsmärchen ist Hans Christian Andersens „Schneekönigin“ vorgesehen (21. November).
> Kindertheater Werftpark: In der letzten Saison des langjährigen Leiters Norbert Aust steht auf dem Programm: Michael Endes „Lenchens Geheimnis“ (20. September), „echt arm“ von Anne Clausen als Uraufführung (2. Oktober), „Ein Schaf fürs Leben“ von Gertrud Pigor (15. November), „Edgar – der Schrecken der Briefträger“ als Musical für Hundefreunde (22. November), „Das Tierreich“ von Nolte Decar (ab Februar) sowie „Endlich, endlich, endlich Seeschlacht!“ (ab Mai) – eine Erinnerung an die Skagerrakschlacht vor 100 Jahren, von zwei Matrosen in Tagebüchern festgehalten.
> Das Ballett startet mit dem Märchenballett „Dornröschen“ (10. Oktober). Außerdem: „Blame it on the Moondog“ (9. April), „Moderner Tanz in der Salzhalle“ (2. März) und eine „Ballettgala zur Kieler Woche“ (21. Juni).
> Sparte Musik: Zu den insgesamt neun Philharmonischen Konzerten gehört ein thematischer „Meer“-Abend am 15./16. November – künstlerisches Präsent an den 350. Uni-Geburtstag.
> Vorverkauf ist möglich an den Theaterkassen Rathausplatz 4 und Holtenauer Straße 103, Tel. 0431  /  901 901; geöffnet ist dienstags bis freitags 10 bis 19 Uhr, sonnabends 10 bis 13 Uhr. Fragen zum Theater-Abo werden unter Tel. 0431  / 901  28  79 beantwortet.
 


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erstellt am 30.Mär.2015 | 20:12 Uhr

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