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Museumsnacht : Mit dem Kielfisch auf die „Seestern“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von den Antikensammlung bis zum Zoologischen Museum: Bei der Museumsnacht am Freitag, 28. August, öffnen nicht weniger als 24 Einrichtungen auf dem West- und Ostufer. Angeboten werden kostenlose Pendeldienste über die Förde. Auch die historische „Seestern“ ist im Einsatz. Sie nimmt pro Tour zwölf Passagiere mit.

Es ist eine echte Jahrtausendgeschichte. Als im Sommer 2000 erstmals in Kiel die Museumsnacht ausgerufen wurde, waren lediglich acht Häuser dabei. Doch mit jeder Saison wuchs die Zahl der beteiligten Einrichtungen ebenso wie die Zahl der Kultur-Flaneure. Schätzungsweise 7000 waren es im vergangenen Jahr. Und jetzt ist es wieder soweit: Die Großveranstaltung am Abend des 28. August lockt mit offenen Türen zu 18 Häusern auf dem Westufer und weiteren sechs Einrichtungen auf dem Ostufer. Für kostenlose Pendeldienste sorgen ab 18 Uhr neben den KVG-Bussen und dem eigenen „Museumsnacht-Express“ auch ein Fördedampfer und die ehrwürdige „MS Stadt Kiel“. Wer Glück hat, ergattert sogar einen Platz auf dem Traditionssegler „Seestern“, dem ältesten, bereits 1874 auf Stapel gelegten Schiff auf der Kieler Förde.

Dass man/frau sämtlichen Museen an diesem Abend einen Besuch abstatten kann, ist für die Organisatorinnen Angelika Stargardt und Pia Behnke vom städtischen Kulturamt kaum vorstellbar. Sie haben deshalb – grobe Orientierung für die Gäste – vier Touren vorbereitet, die sich mit den Worten Historie, Kunst, Technik und Kinderprogramm beschreiben lassen. Wer auf seinem Sammelschein mindestens sechs Stempel der einzelnen Häuser zusammenbekommt, nimmt an einer Verlosung teil. Die Preise reichen vom Lanz-Bulldog-Führerschein über ein Bronzeglöckchen des Kieler Klosters bis zum Sechs-Personen-Kulturfrühstück im Warleberger Hof.

Das Besondere an der Museumsnacht: Wer einmal das blaue Bändchen erworben hat, genießt freien Eintritt in alle beteiligten Häuser. Selbst die Mitmach-Angebote sind im Allgemeinen kostenlos. Lediglich im Industriemuseum der alten Howaldt-Gießerei ist bei der Eigen-Produktion von Zinnfiguren, Sternzeichen (1 bis 2 Euro) und dem Kieler Unikat „Kielfisch“ (8 Euro) der Materialwert zu bezahlen. Natürlich: Für die Verpflegung in Form von Fischbrötchen am Aquarium, Folienkartoffeln im Ofenmuseum oder Dampfbier im Maschinenmuseum muss ebenfalls ein kleiner Obolus entrichtet werden. Zu später Stunde (22 und 23 Uhr) sind noch Brauerei-Führungen möglich. Und in der Stadtgalerie klingt schließlich beim Tanz die Museumsnacht aus.  

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> Der Eintritt zur Museumsnacht kostet im Vorverkauf 10 Euro (ermäßigt: 7 Euro), später sind es 12 und 8 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre genießen freien Eintritt. Das blaue Bändchen als Freischein für die Museumsnacht gibt es im Citti-Markt, bei der Kieler Tourist-Info und auch beim Umsteiger am Hauptbahnhof. Dort liegt auch das detaillierte Programm aus, das sich ebenfalls im Internet nachlesen lässt: www.museumsnacht-kiel.de.

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erstellt am 13.Aug.2015 | 06:02 Uhr

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