zur Navigation springen

Hassee / Russee : Mit dem Helikopter auf Einbrecherjagd

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Erfolgreiche Strategie der Kieler Polizei: Mit Hilfe des angeforderten Spezialhubschraubers konnte das Versteck von zwei Flüchtigen entdeckt werden. Sie hatten offenbar kurz zuvor in Hassee und Russee mehrere Wohungen aufgebrochen.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2016 | 18:10 Uhr

Spektakulärer Erfolg der Kieler Polizei in ihrem Kampf gegen Einbrecherbanden: In den dunklen Stunden am Mittwochabend konnten die Ordnungshüter im Stadtteil Hassee zwei Männer auf frischer Tat überraschen. Dabei kam auch wieder ein Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz. Die Besatzung konnte die flüchtigen Verdächtigen trotz der Dunkelheit orten und die Verfolger zum Versteck führen.

Vor gut einem Jahr – als sich die Einbrüche im Bereich Altenholz  /  Friedrichsort gehäuft hatten – führte die Fahndung aus der Luft zum ersten großen Erfolg. Der mit sensibler Technik wie Wärmebildkameras ausgestattete Helikopter vom Typ Eurocopter EC 135 konnte zwei albanische Männer (20 und 24 Jahre alt) auf ihrer Flucht verfolgen und sogar das zwischenzeitlich weggeworfene Diebesgut ausfindig machen. Fünf Einbrüche waren in jener Adventsnacht 2015 gemeldet worden.

Nach ähnlichem Muster verlief jetzt der Einsatz am Mittwochabend. Zunächst hatte ein Anwohner im benachbarten Stadtteil Russee gegen 18.10 Uhr über den Polizei-Notruf 110 Alarm geschlagen, weil er auf dem Nebengrundstück verdächtige Geräusche gehört hatte. Über die Einsatzleitstelle zog die Polizei alle verfügbaren Streifenwagen aus diesem Bereich zusammen, auch eine Hundestaffel war im Einsatz. Der Status quo zu diesem Zeitpunkt: ein beendeter Einbruch an der Zehlendorfer Straße, zwei versuchte Einbrüche am Hedenholz und am Schönwohlder Weg.

In die Fahndung einbezogen wurde auch ein bereitstehender Hubschrauber der Bundespolizei. Mit Erfolg: Gegen 19.20 Uhr wurden zwei verdächtige Personen beobachtet, die sich in einem Schuppen an der Straße Aubrook versteckt hielten. Die Beamten vom 2. und 3. Revier, vom Hubschrauber geleitet, konnten dann am Boden die beiden 26 und 33 Jahre alten Tatverdächtigen festnehmen. Es handelt sich wie vor einem Jahr um Albaner, der Polizei aber bislang unbekannt. Beide Männer sollten auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Polizeidirektion Kiel sieht ihr Konzept zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität Tatverdächtigen bestätigt. Genau Zahlen werden zwar nicht genannt, doch sind täglich etliche Beamte im Einsatz, die bei Taten schnell und vor allem koordiniert am Tatort zusammengezogen werden können. Von wo der Hubschrauber startet, gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt. Auch die Einsatzzeiten der fliegenden Einheit bleiben geheim. Die Abstimmung mit der Bundespolizei verläuft aber offenbar ebenso problemlos wie erfolgreich. „Der Einsatz des Hubschraubers hat die Suche nach den Verdächtigen auf jeden Fall erleichtert“, betonte Polizeisprecher Matthias Arends.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen