zur Navigation springen

Studentenwohnheim erweitert : Mehr Raum zum Leben und Lernen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Studentenwerk hat seinen größten Wohnheim-Komplex im Norden der Stadt für 5,7 Millionen Euro aufgerüstet. Das Land hat 500 000 Euro dazu gegeben. Constantin (22) ist einer der ersten Studenten, die davon profitieren.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 04:42 Uhr

Auf der Warteliste stehen 600 Studenten, die einen Wohnheimplatz suchen. Es überrascht also nicht, dass die 69 neuen Apartments im Edo-Osterloh-Haus (EOH) im Kieler Norden fix ausgebucht waren. Gestern wurde der erweiterte Komplex aus dem Jahr 1963 eingeweiht.

Drei der zehn Wohnhäuser am Steenbeker Weg mit nun insgesamt 536 Wohneinheiten – das größte Wohmheim des Studentenwerks – wurden um eine zweite Etage aufgestockt. Zudem wurden 130 Zimmer modernisiert, Gemeinschaftsküchen mit neuen Fußböden ausgestattet. Das Studentenwerk investierte für eine energetische Optimierung in neue Fenster und Lüftungsanlagen sowie eine zeitgemäße Dämmung der Fassade und des Dachs. Insgesamt 5,7 Millionen Euro hat die Maßnahme verschlungen, die über die Investitionsbank Schleswig-Holstein finanziert wurde. Das Land gab 500 000 Euro aus Mitteln des Sozialen Wohnungsbaus dazu. Wissenschaftsministerin Kristin Alheit zeigte sich im Namen des Landesregierung stolz, „ein gutes Signal zu setzen, um für die vielen neuen Studenten im Land gute Bedingungen zu schaffen“.

Constantin Holzapfel aus Dresden ist einer der ersten, die in den neuen Zimmern in der zweiten Etage von Haus 4 eingezogen sind. Der 22-Jährige studiert Biologie, hatte den Wohnheimplatz frühzeitig reserviert. So musste Holzapfel nicht lange suchen, sondern erhielt zeitgleich mit der Zusage für den Bachelor-Studienplatz grünes Licht für das Zimmer. Auf 18 Quadratmetern hat er Platz, seine Siebensachen unterzubringen: „Ich bin vollkommen zufrieden. Hier kann man es drei Jahre aushalten.“ Das Apartment mit Pantryküche und Bad ist mit hellen Möbeln eingerichtet, kostet 280 Euro im Rundum-Sorglos-Paket. Die günstigsten Zimmer des EOH kosten 200 Euro für 12 Quadratmeter mit Gemeinschaftsküche und Etagen-Bad.

Manfred Wagner vom städtischen Amt für Wohnen und Grundsicherung ist froh über die Aufstockung, doch er betont auch: „Das reicht nicht. Wir müssen weitere Wohnungen schaffen und sind da auch dran.“ Neben dem Studentenwerk wollen auch private Investoren mehr Wohnraum für Studenten in Kiel schaffen. So soll Wagner zufolge in den kommenden Wochen der Investor des alten Haß-Speichers die Baugenehmigung erhalten. In dem alten Gebäude sollen bis Frühjahr 2015 rund 60 Einzelapartments entstehen. Der Vorstand des Studentenwerks, Malte Braack, kritisierte allerdings, von privaten Investoren komme nur „sehr sehr wenig – und wenn, dann nur im hochpreisigen Segment.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert