Mehr Platz an der Sonne für die Seebar

Outdoor-Café der Seebadeanstalt Düsternbrook wächst / Am "Sonnendeck" wird angebaut / Betreiber: Investition von rund 80 000 Euro

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16. März 2013, 03:59 Uhr

Kiel | Auch wenn derzeit nur der Rohbau zu sehen ist: Die Kieler Seebar wird bis zum Beginn ihrer fünften Saison vergrößert. Das Outdoor-Café in der Seebadeanstalt Düsternbrook, das sich seit der Eröffnung im Jahr 2009 über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus einen Namen gemacht hat, erhält unter anderem ein vergrößertes "Sonnendeck" und mehr Platz für Veranstaltungen - beispielsweise zur Kieler Woche. Ein Bau-Kran auf dem Wasser und rot-weiß gestreiftes Absperrband zeigen: Hier wird mit Hochdruck gearbeitet.

Zurzeit nutzen nur frostunempfindliche Eisbader die Seebar-Einrichtungen. Aber "bald gehts wieder los, wir zählen die Eiszapfen. Ihr dürft gespannt sein auf die fantastischen Veränderungen", heißt es auf der eigenen Facebook-Seite: "Die Seebar wächst, und die Kieler Förde bekommt ein paar Pfeiler mehr. Außerdem wurde der Barbereich mit einem Glasdach überdacht und kann bei starkem Wind und an kalten Abenden mit Schiebetüren geschützt werden."

Von einer Art Pergola spricht der Hamburger Grafikdesigner und Seebar-Betreiber John Wiebelitz auf Nachfrage: "Die Bar kann in Zukunft von allen Seiten mit einer Lamellentür geschlossen werden. Der Look soll zur Seebar passen." Damit sei für Geburtstagsfeiern oder Firmen-Events neben Tai-Chi- und Yogakursen nun eine Möglichkeit für mehr Veranstaltungen geschaffen worden. Vielleicht lassen sich damit ja auch die Öffnungszeiten erweitern - früher im Jahr und bis später in den Herbst hinein. Der Betrieb der Seebar ist wetterabhängig. Der vergangene Sommer beispielsweise lief für Wiebelitz durchwachsen: "Die Saison war schwierig. Reich wird man mit der Seebar nicht. Aber es macht Spaß." Er spricht von einer Investitionssumme von 80 000 Euro für die Umgestaltung.

Wiebelitz nennt weitere Details. Die Steganlage, auf der sich das Sonnendeck befindet, wird neu gestaltet - und zwar als barrierefreie Fläche. Dafür war in den vergangenen Tagen besagter schwimmender Kran auf der Förde im Einsatz. Ab einer Außentemperatur von acht Grad Celsius könne neue Farbe gestrichen werden. Zu Ostern soll dann, so hofft Wiebelitz, alles betriebsbereit sein: "Wir geben jetzt Vollgas." Dann jedenfalls soll die Seebar wieder für Gäste - und nicht nur für die Eisbader - geöffnet sein.

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