Neue Landesverordnung : Mehr Geld für Wehrführer in Schleswig-Holstein – 3000 Feuerwehrleute profitieren

Das Land hebt die Sätze der Entschädigungszahlungen an. Mehr Geld gibt es auch für die Stellvertreter.

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29. März 2018, 17:25 Uhr

Kiel | Die Wehrführer der insgesamt etwa 1350 Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2018 zehn Prozent höhere Entschädigungszahlungen. Das gab das Innenministerium in Kiel am Donnerstagnachmittag bekannt. Es ist die erste Anhebung der Sätze seit 2012.

Beispielsweise erhält der Wehrführer einer Kommune mit bis zu 40.000 Einwohnern im Höchstfall 473 Euro pro Monat. Bislang lag dieser Wert bei maximal 430 Euro. Mehr Geld gibt es auch für die Stellvertreter – sie erhalten nun 75 Prozent der Entschädigungszahlungen der Wehrführer. Bisher waren es 50 Prozent.

„Die Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit bei uns im Land. Sie sind unverzichtbar. Es ist nur gerecht, dass der hohe Einsatz der Wehrführer und ihrer Stellvertreter angemessen honoriert wird. Denn die zeitliche, psychische und physische Belastung ist für sie – neben ihrer eigentlichen Tätigkeit – zum Teil enorm“, erklärte Innenminister Hans-Joachim Grote.

Gute Nachrichten auch für Ortswehrführer

Zusätzlich ist in der neuen Landesverordnung über die Entschädigung der Wehrführungen auch die Behandlung der Ortswehrführer neu geregelt worden. Sie bekamen bisher als Entschädigung lediglich ein Drittel der Zahlungen, die Gemeindewehrführer erhielten. Jetzt werden sie gleichbehandelt. Das heißt: Auch ihnen steht die volle Entschädigung zu.

„In vielen Kommunen, beispielsweise auf Sylt, haben Ortswehrführer eine genauso große Verantwortung und Belastung wie viele Gemeindewehrführer in Schleswig-Holstein. Deshalb freue ich mich, dass dem mit der neuen Verordnung jetzt Rechnung getragen wird“, so Grote.

Von den Verbesserungen profitieren insgesamt etwa 3000 Feuerwehrleute.

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