Freier Eintritt für Kinder : Mehr als 80 Museen entdecken

Zeigen die Museumscard: Reinhard Boll (Sparkassen- und Giroverband, hinten l.) und Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer (hinten r.) mit Bjarne Rahn (l.) und Stav Lev.
Zeigen die Museumscard: Reinhard Boll (Sparkassen- und Giroverband, hinten l.) und Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer (hinten r.) mit Bjarne Rahn (l.) und Stav Lev.

Gestern war Auftakt für die Museumscard in Kiel – mit der stärksten Beteiligung seit der Gründung. Vier Monate lang sind ab Juli kostenfreie Museums-Besuche für Kinder unter 18 Jahren möglich.

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13. Juni 2015, 06:03 Uhr

„Ihr lebt in dem Land mit den meisten Museen“, sagte Jörn Henning Wolf zu Schülern aus Kiel. Die 5a der Ricarda-Huch-Schule war zur Pressekonferenz eingeladen, auf der gestern die neue Museumscard vorgestellt wurde. Und Wolf, Vorsitzender des Museumsverbands Schleswig-Holstein, öffnete ihnen die Augen, wie vielfältig die schleswig-holsteinische Museumslandschaft ist. Es gibt Kunsthäuser, Schlösser oder das Maschinenmuseum in Kiel, wo man sich gerade befand. Hier stehen riesige Maschinen, die Kinder und Jugendliche zum Staunen bringen, wenn sie dampfen und zischen.

Die vielen Ausstellungshäuser in Schleswig-Holstein (und einige in Dänemark) mit ihren tausenden Exponaten können Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zwischen dem 1. Juli und 1. November kostenfrei besuchen – mit der Museumscard 2015, die von nun an verteilt wird oder im Internet zu finden ist.

„Die Museumscard ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte Eberhard Schmidt-Elsaeßer, Staatssekretär für Justiz, Kultur und Europa. „Es freut mich besonders, dass 2015 noch mehr Museen als in den Vorjahren teilnehmen.“ Mehr als 80 Häuser können besucht werden. Neben dem Maschinenmuseum in Kiel sind zum Beispiel das Nolde-Museum, das Industriemuseum in Elmshorn und das Stadtmuseum Schleswig dabei. Viele Orte, an denen Fragen beantworten werden können. „Ich wünsche mir, dass viele Kinder und Jugendliche die Karte verwenden“, so der Staatssekretär.

Stav Lev und ihr Mitschüler Bjarne Rahn planen auf jeden Fall schon viele Ausflüge in Museen. Wo es genau hingeht, wissen sie noch nicht, aber beide werden sich nun im Internet informieren, welche Museen sie bei freiem Eintritt besuchen können. Ihr Interesse ist geweckt. Und genau das ist Ziel der Museumscard.

„Die Aktion ist eine gute Möglichkeit, Kinder und Jugendliche neben dem Elternhaus und der Schule zu bilden“, erklärte Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Schleswig-Holstein, der die Museumscard ins Leben gerufen hat. Seither hat sich aber vieles verändert. „Die Museumscard wird jährlich weiterentwickelt und dem medialen Zeitgeist angepasst,“ sagte Boll. Daher gibt es in diesem Jahr erstmals die entsprechende App für Smartphones. „Eine App ist viel cooler als eine Pappkarte“, meint auch Alexandra Ehlers vom Landesjugendring. Alle Informationen rund um die Museumscard-Aktion, beteiligte Museen, ein Blog mit aktuellen Veranstaltungen sind im Internet unter der Adresse www.meine-museumscard.de zu finden.



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