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Kiel

17. Dezember 2017 | 11:55 Uhr

Medizin für die Wirtschaft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kiel erhofft sich von Gesundheitsbranche Impulse

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2014 | 05:18 Uhr

In Kiel gibt es zehn Krankenhäuser, inklusive dem Maximalversorger Uniklinikum. In der Landeshauptstadt praktizieren mehr als 850 Ärzte ambulant. Über 19 000 Beschäftigte sind in der Kieler Gesundheitswirtschafts-Branche tätig. Dazu kommt die Universität mit rund 4000 Studenten rund um das Thema Medizin und Gesundheit. Das klingt nach viel Potenzial in diesem Wirtschaftszweig am Standort Landeshauptstadt. Dieses Potenzial hat jetzt die Kieler Wirtschaftsförderungsgesellschaft (KiWi) entdeckt – und dazu ein Gutachten erstellen lassen. Die KiWi kooperiert zudem mit der Norgenta-Agentur von Schleswig-Holstein und Hamburg. Dieses Management-Büro vernetzt Akteure aus dem Bereich Life Science im Norden miteinander. Gemeinsam soll der Gesundheitsstandort Kiel bekannter gemacht werden.

Die Studie entstand auch im Hinblick auf die Flächenentwicklung des riesigen ehemaligen Marineflieger-Areals, das MFG 5-Gelände, im nördlichen Kiel. Denn am MFG-5-Areal sehen die Wirtschaftsförderer gute Chancen für die Ansiedlung von Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien und eben der Gesundheitswirtschaft. „Beide Branchen“, so KiWi-Geschäftsführer Peter Beckmann, „wachsen derzeit stark. Diese Marktchance wollen wir auch nach Kiel bringen.“ Neben Raum für Gewerbe will die Stadt Kiel auf dem 80-Hektar-Gebiet Wohnformen ermöglichen sowie die beiden Stadtteile Holtenau und Friedrichsort durch einen Weg besser miteinander verbinden. Das könnte schon in diesem Jahr geschehen.

Bis auf dem Gelände Investoren die Bagger anrollen lassen, können Beckmann zufolge noch fünf bis sieben Jahre vergehen. Noch seien nicht einmal Baufelder eingeteilt. Zurzeit geht es darum, Interessenten anzuwerben. Und das läuft. Sehr gut sogar. Auch überregionale Unternehmen hätten „großes Interesse“ am MFG-5-Gelände, das Beckmann als „derzeit interessanteste Fläche in Schleswig-Holstein“ bezeichnet. Besonders wegen der Lage am Wasser.

Realistische Ansiedlungen kann KiWi-Chef Beckmann sich vor allem von Unternehmen aus dem Windkraftsektor vorstellen. Für die Gesundheitswirtschaft sieht er die Reha-Technik weit oben.

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