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Flucht In 360 Grad : Mediendom und Schauspielschule drehen die Ereignisse um

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Zuschauer steckt mittendrin. Bei dem Kooperationsstück „Flucht“ haben die Schule für Schauspiel und der Kieler Mediendom ein ungewöhnliches Szenario entworfen. Dabei fliehen die Deutschen vor Gewalt und Krieg nach Süden – bis nach Nordafrika.

Beide Partner betreten Neuland. Sowohl die (private) Schule für Schauspiel als auch der Mediendom der Kielert Fachhochschule. Das Projekt „Flucht – ein 360 Grad Theaterstück“ bestreiten acht junge Nachwuchs-Schauspieler sowie vier FH-Studenten gemeinsam. Die einen als mimische Darsteller, die anderen als Techniker für Ton und Bild in der Kuppel. Premiere ist am Donnerstag, 16. Februar.

Der Zuschauer sitzt nicht mehr vor der Bühne, sondern ist mittendrin im Geschehen. In einer gar nicht so fernen Zukunft, vielleicht im Jahr 2030, ist Deutschland Schauplatz von Verwüstung, Krieg und Verfolgung, das Land hat die zivilisatorischen Grundlagen verlassen. Und die Menschen sind auf der Flucht Richtung Süden. Die 360-Grad-Kuppel macht’s möglich: Vor, neben, hinter den Zuschauern heulen die Sirenen, knattert das MG, zerreißt eine gewaltige Explosion das Kriegsgeheul.

„Wir haben das Szenario umgedreht“, sagt Wolfram Kneib, der zusammen mit Hanne Moll und Tina Wagner die Schauspielschule leitet. „Wir beschreiben in ,Flucht’ den Verlust der Heimat und den Versuch, eine neue Heimat zu finden.“ Am Ende, kein Zufall, stranden die Überlebenden in einem nordafrikanischen Dorf. Eduard Thomas vom Mediendom ist stolz auf die Gemeinschaftsproduktion (die er demnächst sogar beim bundesweiten Treffen der Planetarien in Berlin zeigen darf). In Kiel sind die Karten für de ersten Vorstellungen bereits vergriffen, Zusatztermine gibt es am Montag, 27. Februar, und am Dienstag, 14. März. Wer reservieren möchte (das gilt auch für Schulklassen), sollte sich unter der Service-Nummer 0431/ 210  -17  41 melden.

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erstellt am 06.Feb.2017 | 18:33 Uhr

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