zur Navigation springen

Max Planck kehrt heim – Ausstellung über Lebenswerk des Kieler Physikers

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 06:23 Uhr

Der 14. Dezember 1900 gilt als die Geburtsstunde der Quantentheorie. Aufgestellt wurde sie von dem aus Kiel stammenden Physiker Max Planck. Ihm zu Ehren wird heute im Physikzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) eine Ausstellung eröffnet – am 113. Geburtstag der Theorie, die die Naturwissenschaften revolutionierte.

Es war nur einer von vielen Vorträgen vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, den Max Planck an diesem Tag im Jahr 1900 hielt. Er präsentierte seine Resultate zur Strahlung des so genannten „Schwarzen Körpers“, insbesondere seine – zu jener Zeit noch völlig unverständliche – Hypothese der Quantisierung dieser Strahlung. Damals ahnten weder Planck noch seine Zuhörer, dass dieser 14. Dezember in die Geschichte eingehen sollte: Tatsächlich leitete Planck mit seiner „Quantenhypothese“ eine Revolution der Physik, der Chemie und der gesamten Naturwissenschaften ein. Nicht nur das: Seine Entdeckung wurde auch zum Auslöser einer Revolution der Technik, die zur heutigen Nanotechnologie – vom Handy über Computertechnik und Internet – geführt hat.

Neben seinen wissenschaftlichen Leistungen, für die er unter anderem 1918 den Nobelpreis für Physik erhielt, hat sich Max Planck unschätzbare Verdienste um die gesamte deutsche Wissenschaft erworben. Nur durch sein überragendes internationales Ansehen war es nach dem zweiten Weltkrieg möglich, die Existenz der wichtigsten Forschungsinstitute in Deutschland zu sichern. Sein persönliches Engagement resultierte in der Gründung der Max-Planck-Gesellschaft. Aus diesen Gründen gedenken Wissenschaft und Politik in Deutschland Max Plancks in regelmäßigen Abständen auf großen Festveranstaltungen.

Dass Planck in Kiel geboren wurde, ist für viele eher eine kuriose Randnotiz in seinem Lebenslauf. „Die wenigsten wissen, dass er darüber hinaus in Kiel von 1885 bis 1889 seine erste Professur innehatte und sich zeitlebens eine enge persönliche Bindung an Schleswig-Holstein und seine Heimatstadt bewahrt hat“, sagt Professor Michael Bonitz vom Institut für Theoretische und Astrophysik, unter dessen Leitung die neue Ausstellung aufgebaut wurde. Auch in Kiel wurde Planck zu seinem 150. Geburtstag 2008 in vielen Veranstaltungen und Festvorträgen gewürdigt. Damals entstand auch die Idee, Max-Planck, der Ehrenbürger der Stadt und Ehrensenator der Universität ist, in Kiel eine dauerhafte Ehrung zuteil werden zu lassen, indem man ihm ein Museum widmet.

Ein erster Schritt dazu ist jetzt getan. In der Ausstellung im Physikzentrum der Kieler Universität werden zum einen Plancks Lebensweg und seine vielfältigen Beziehungen zu Kiel dargestellt – belegt durch viele interessante Dokumente, die in den Archiven von Stadt und Land ausfindig gemacht wurden. Zum anderen befasst sich die Ausstellung mit Plancks wissenschaftlicher Entdeckung des Strahlungsquantums und ihren Folgen für die Naturwissenschaften und darüber hinaus mit den Forschungen aus seiner Kieler Zeit. Viele hochwertige Exponate wurden von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zur Verfügung gestellt. Dazu kommen einige Originaldokumente aus dem Archiv der MPG, die bis Ende Februar 2014 gezeigt werden.

Ausstellungseröffnung am 14. Dezember um 10 Uhr im Physikzentrum, Leibnizstraße 13 bis 19. Mehr Infos zur Ausstellung und zum Programm am Eröffnungstag unter www.theo-physik.uni-kiel.de/~bonitz/planck.html




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen