Unterwegs mit dem MDB : Matthias Stein radelte mit Parteifreunden nach Berlin

Auf geht’s, Genossen: Matthias Stein ( 3. v. r.) und seine Berlin-Radler.
Auf geht’s, Genossen: Matthias Stein ( 3. v. r.) und seine Berlin-Radler.

Bislang hat er die Strecke von Kiel nach Berlin und zurück immer im Schnellzug zurückgelegt. „Doch was liegt eigentlich dazwischen?“, fragte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Stein und stellte kurzerhand eine Radtour in die Landeshauptstadt auf die Beine.

shz.de von
25. Juli 2018, 18:30 Uhr

Die 400 Kilometer lange Strecke absolvierten Stein und seine Parteifreunde ohne Panne, ohne Plattfuß. Wenngleich sich manche Etappen zwischen Förde und Spree als ganz schön holprig erwiesen.

Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis für den SPD-Politiker, der auch im Verkehrsausschuss des Bundestages sitzt: Es ist noch einiges zu tun in der Republik, um die Attraktivität des Radwegenetzes zu steigern. Der Bund wäre nach Einschätzung von Stein gut beraten, sich auch und gerade an der Förderung der Radwanderwege zu beteiligen. Stein, gelernter Wasserbauer, ist routinierter Radler. Er steuerte in den Vor-Bundestag-Zeiten sein Büro beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Kiel-Holtenau zumeist mit dem Drahtesel an. Für die Tour nach Berlin ließ er sein Trecking-Rad im Keller stehen und legte sich ein originales Bambusfahrrad aus der Kieler Werkstatt vom „My Boo“ zu. Sein Lob über das Start-up-Unternehmen („produziert fair mit nachhaltigen Materialien“) verband er mit der Hoffnung auf einen erfolgreichen Praxistest. Und tatsächlich: Es gab nichts zu mäkeln.

Die Tour führte die Stein-Truppe über Plön, Lübeck, Mölln, Lauenburg, Hitzacker und Havelberg. Wo immer möglich, wurden Gespräche mit Fachleuten geführt. Klagen über den mitunter schwierigen Streckenverlauf wurden nicht laut. Mit dem verschmitzten Lächeln eines Berufspolitikers erklärt Stein, warum das so ist: „Sozialdemokraten scheuen keine großen Anstiege.“

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