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Kieler Woche: Spiellinie und „gewaltig leise“ : Maritime Märchen auf der Krusenkoppel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf der 44. Spiellinie der Kieler Woche dreht sich alles um „Wasser, Wind und Wellenwesen“. Erstes „gewaltig leise“-Konzert ist schon ausverkauft.

Sie sind Windgöttin, Vogel und Wasserprinzessin: Cathérine Hutzfeldt, Sonja David und Luisa Karstens waren gestern die ersten zauberhaften Vorboten der maritimen Märchenwelt der diesjährigen Spiellinie unter dem Motto: „Wasser, Wind und Wellenwesen“. Zum 44. Mal verwandelt sich die idyllisch-grüne Krusenkoppel in ein buntes Spiele-, Matsch- und Bastelparadies für die kleinsten Kieler-Woche-Besucher vom 17. bis zum 25. Juni.

Die E-Mail eines 7-jährigen Jungen war Auslöser für die Themenidee, erklärte Maike Wiechmann. Denn sein Vorschlag sei bei der künstlerischen Leiterin der Spiellinie auf offene Ohren gestoßen: „Er schrieb darin, er würde gern etwas mit Wasser machen.“ Und so nehmen Wiechmanns Visionen von Nixen, Windgeistern, Meerjungfrauen, leuchtenden Korallenriffen und farbenfrohen Fischschwärmen in den nächsten Wochen auf der Krusenkoppel Gestalt an.

Die Arbeiten vor Ort beginnen in der kommenden Woche. Mehr als 100 Mitarbeiter sind beteiligt an dem Großprojekt für kleine Entdecker, Bastler und Träumer. Die ersten Bausteine für das Gesamtkunstwerk Krusenkoppel sind aber schon fertig, sagte Maike Wiechmann: „200 Kinder aus Kiel haben seit Februar die großen Holzwände vorbereitet, die wie immer gegenüber vom Landeshaus stehen werden und die Besucher in das Thema einführen sollen.“ Und auch die ersten Seepferdchen, Rochen und Quallen aus Holz, Pappmaché und Stoff sind schon bereit für ihren Einsatz zur Kieler Woche.

Mit drei Bühnen und insgesamt 20 Aktionsstationen bietet die Spiellinie wieder ausreichend Platz und Möglichkeiten, um in die zauberhafte Welt von Wasser, Wind und Wellenwesen einzutauchen. Während oben auf dem Gipfel der Krusenkoppel ein Leuchtturm in Form einer Meeresschnecke thront, entsteht am Fuß der hügeligen Wiese ein leuchtendes Korallenriff aus Stoffen, Wolle, Draht und Pappmaché, erklärt Maike Wiechmann zum Aufbau der Spiellinie. „Auf einer weiteren Malwand entsteht vor Ort eine Wasserlandschaft vom Polarmeer bis in tropische Gefilde, und an der Lehm-Station wächst wieder eine zauberhafte Landschaft – vielleicht sogar mit einem Unterwasservulkan – heran.“ An der Station der „glutäugigen Plappernixe“ warte auf die kleinen Besucher der Spiellinie außerdem eine spannende Geräuschinstallation aus Kunststoffblumentöpfen und Schläuchen, verspricht Wiechmann.

Die Krusenkoppel bleibt ihrem bewährten Konzept natürlich auch in diesem Jahr treu: Gemeinsam mit einem zwölfköpfigen Technikteam und 80 Workshop-Mitarbeitern arbeiten die Kinder neun Tage lang mit am Gesamtkunstwerk Spiellinie. Maike Wiechmann ist jedes Jahr gespannt auf das Resultat am Ende der Kieler Woche und sicher: „Generationen von Kielern haben auf der Krusenkoppel den ersten Umgang mit Hammer und Nagel gelernt.“ Eine Neuheit ist in diesem Jahr die Kooperation mit dem Hochseilgarten Eckernförde, welche die Installation einer kleinen Seilbahn auf der Krusenkoppel ermöglicht. Aber auch für die ruhigeren Kinder bietet die Spiellinie wieder Programmpunkte im Geschichtenzelt, beim Erzähler „Wassermann Blubb“ oder an der Station des Jugendbuch
kreises.

Die Spiellinie in Zahlen

Auch Kiels Kulturdezernent Wolfgang Röttgers sparte gestern nicht an anerkennenden Worten für die Leistung des Spiellinien-Teams: „Wir können wie jedes Jahr ruhigen Gewissens bei den Superlativen bleiben: Wir machen mit der Spiellinie das größte nicht-kommerzielle Kinderfest in Nordeuropa.“ Die Krusenkoppel, so Röttgers, sei jedes Jahr aufs Neue ein Gesamtkunstwerk. Und auch den Sponsoren, die mit Stoff-, Farben-, Pinsel- oder Papierspenden die Gestaltung der Spiellinie erst ermöglichten, sprach Röttgers seinen Dank aus.

Für die erwachsenen Besucher bietet am Abend das „gewaltig leise“-Programm auf der Freilichtbühne der Krusenkoppel Konzerte jeweils um 20.30 Uhr. Neben der A-cappella-Truppe Maybebop präsentieren für den Kartenpreis von maximal 25 Euro auch Jesper Munk, Götz Alsmann, Jazzkantine und Herr Bösel, Enno Bunger, Albert Hammond und The Ukulele Orchestra of Great Britain ihr Können. Andreas Weber von der Freilichtbühne erklärte: „Für das Konzert von Bob Geldof und Band gibt es noch 100 Karten, Element of Crime ist seit Februar ausverkauft.“ Infos zu „gewaltig leise“ gibt es unter www.freilichtbuehne-kiel.de.

Für die Verwandlung der Krusenkoppel in die Welt von „Wasser, Wind und Wellenwesen“ freut sich das Spiellinien-Team über Material-Spenden:
Benötigt werden Schaukelstühle aus Holz, Wolle (vor allem weiße Wolle), außerdem Perlen und Fischernetze.

 

 

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erstellt am 19.Mai.2017 | 13:14 Uhr

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