Verbraucherschutzministerium in Kiel warnt : Mangelhafte Bremsen bei Leihrädern: Verkauf von oBikes gestoppt

Bei den Leihfahrrädern von oBike wurden nun erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt.

Bei den Leihfahrrädern von oBike wurden nun erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt.

Schleswig-Holsteins Verbraucherschutzministerium rät von der Benutzung der silber-orangen Räder ab.

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27. September 2018, 16:38 Uhr

Kiel | Mit einem oBike besteht ein erhöhtes Unfallrisiko – insbesondere bei unvorhersehbaren Gefahrensituationen. Das ergaben sicherheitstechnische Stichprobenuntersuchungen. Demnach werde nämlich die nach EU-Norm geforderte Bremskraft für Neufahrräder von der Marke nicht erreicht.

Der Fahrradverleiher oBike war erst im vergangenen Jahr gegründet worden, war Mitte 2018 in 24 Ländern verfügbar und meldete im Sommer in seiner Heimat Singapur Insolvenz an. Das Züricher Transportunternehmen „Umzug 24“, das europaweit mittlerweile über 50.000 oBikes übernommen hat, verkaufte im August einen Großteil der Hamburger Räder.

Zwei notifizierte Prüfstellen im Auftrag der Hamburger Marktüberwachungsbehörde haben nun unabhängig voneinander erhebliche Sicherheitsmängel bei den aus einem Lager in Barsbüttel (Kreis Stormarn) heraus verkauften Fahrrädern festgestellt, teilte das Verbraucherschutzministerium in Kiel am Donnerstag mit. „Der Verkauf der Fahrräder wurde untersagt und ein Rückruf bereits verkaufter Fahrräder angeordnet“, teilte das Ministerium in einer Pressemitteilung mit. „Dem Betreiber des Lagers wurde eine entsprechende Verfügung zugestellt.“

Das Verbraucherschutzministerium rät von der Benutzung der silber-orangen Räder ab und empfiehlt, sich wegen einer Rücknahme an den jeweiligen Verkäufer zu wenden. Hinweise auf den Abverkauf der Fahrräder nimmt das Verbraucherschutzministerium per Kontaktformular auf seiner Homepage entgegen.

In der Vergangenheit wurde in verschiedenen europäischen Städten immer wieder über Probleme mit oBike berichtet.

Mehr als 10.000 Fahrräder des wirtschaftlich angeschlagenen Leihanbieters Obike wurden im August aus einer Lagerhalle in Barsbüttel (Kreis Stormarn) bei Hamburg an Großhändler und Privatkunden verkauft – für 70 Euro pro Stück. Der Fahrradverleiher Obike war erst im vergangenen Jahr gegründet worden und meldete im Sommer in seiner Heimat Singapur Insolvenz an. Das Züricher Transportunternehmen „Umzug 24“, das europaweit mittlerweile mehr als 50.000 Obikes übernommen hat, verkaufte im August einen Großteil der Räder aus Barsbüttel.

(mit dpa)

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