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Integration : Lob für die helfenden Hände

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ministerpräsident Torsten Albig besuchte gestern die „Willkommen“-Initiative in der Wik. Er lobte die breite Integrationsarbeit, die nur mit einem riesigen Stab an ehrenamtlichen Helfern zu leisten ist.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 18:51 Uhr

Ein dickes Bildwörterbuch lag auf dem Tisch, ein Memoryspiel mit Buchstaben, daneben ein Lexikon Arabisch-Deutsch: Die ehrenamtlichen Sprachhelfer der „Willkommen“-Initiative in der Wik zeigten dem Ministerpräsidenten, wie das Deutschlernen funktioniert. Denn Torsten Albig ließ sich gestern Nachmittag von den Initiatoren ihre Arbeit erklären und schaute auch im belebten Kinderraum vorbei. Er hockte sich auf den Fußboden und stempelte mit denm neugierigen Flüchtlingsmädchen Bilder auf die weißen Seiten.

Die Initiative hat seit dem Herbst, als in der Marinetechnikschule die ersten Flüchtlinge einzogen, kräftigen Zulauf an Helfern erhalten. Basteln und Malen wird im Backsteinhaus am Anscharpark ebenso angeboten wie Stempeln und das Aufziehen kleiner Schmuckketten. „Kreativität ist ein Heilungsprozess“, erklärte Franny Petersen-Storck, zuständig für den künstlerischen Bereich, dem Regierungschef die wichtige Bedeutung dieser Projekte.

Die AG Begegnung wiederum organisiert Veranstaltungen und regelmäßige Spieltage, andere Helfer unterhalten im Keller eine Fahrradwerkstatt. Die Flüchtlinge helfen bereits bei der Instandsetzung und Reparatur, künftig können sie den Drahtesel-Park eigenständig warten und verwalten.

Und Lavanya Boesten, selbst eine gebürtige Inderin, die das Glück hatte, noch im Babyalter deutsche Adoptiv-Eltern zu finden, hat eine ungewöhnliche Kleiderkammer eingerichtet, die samt Anprobe-Ecke und Kinderversteck unter der Treppe mit ihren großformatigen Ornamenten eher an einen (vertrauten) orientalischen Markt erinnert.

Ministerpräsident Albig sparte nicht mit Lob für diese breite Integrationsarbeit, die auf den Schultern Dutzender Ehrenamtlicher ruht. „Sie haben in den vergangenen Wochen und Monaten Ihre Zeit für die Menschen gegeben, die als Flüchtlinge zu uns nach Schleswig-Holstein gekommen sind“, sagte der Regierungschef. Für Albig steht fest, dass die Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Flüchtlingskrise nur mit einem starken ehrenamtlichen Engagement gelingen könne. Diese Unterstützung sei enorm wichtig, auch wenn gegenwärtig die Flüchtlingszahlen nicht so hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr.

Albig hatte kleine Geschenke im Gepäck, darunter einen neuen Schleswig-Holstein-Anstecker, den die Landesregierung entworfen hat. Mit diesen „Helfenden Händen“ soll allen Unterstützern gedankt werden, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Allen Menschen, die bereit sind, „eine Stunde Zeit zu schenken“, wie sich Albig ausdrückte.

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